VfL scheidet nach dramatischem Fight gegen Melsungen aus dem Europapokal aus
1. April 2025
Der VfL Gummersbach hat den Einzug ins Viertelfinale der EHF European League um Haaresbreite verpasst. Die Oberbergischen verloren am Dienstagabend mit 25:29 (13:14) bei der MT Melsungen in der mit 2.851 Zuschauern gefüllten Rothenbach-Halle in Kassel und gehen im Gesamtvergleich mit einem Tor weniger als Verlierer aus den Play-Offs hervor. In einer aufregenden Partie konnten die Gummersbacher die Partie lange offen gestalten, so dass sich erst in allerletzter Sekunde der Vergleich zwischen den beiden Bundesligateams entschied.
Die MT begann mit dem siebten Feldspieler und schuf sich so gleich eine Überzahl in der Offensive. Der erste Treffer der Partie war allerdings dem VfL vergönnt, für den in der zweiten Minute Miro Schluroff zum 1:0 traf. Auf beiden Seiten standen die Abwehrreihen inklusive der Torhüter Dominik Kuzmanović und Nebojsa Simic im Fokus, wobei die Gummersbacher insgesamt besser ins Spiel kamen und in der fünften Minute durch das Tor von Miloš Vujović mit 4:2 in Front gingen. In einem körperbetonten Duell kämpften sich auch die Melsunger mehr und mehr in die Partie. Insbesondere im Torabschluss schlichen sich bei den Gästen Unsicherheiten ein, so dass auf das 5:3 durch Schluroff (7. Minute) eine achtminütige Torflaute folgte, in der der VfL mit 5:7 in Rückstand geriet (14. Minute).
Die Oberbergischen, die neben Ellidi Vidarsson auch ohne ihren Kapitän Julian Köster auskommen mussten, wechselten daraufhin durch und eroberten sich in Person von Ole Pregler in der 19. Minute den Ausgleich zurück (8:8). Bis zum Ende des ersten Durchgangs reihten sich daraufhin abwechselnd Treffer der Melsunger und der Gummersbacher aneinander. Beide Teams boten sich einen harten Schlagabtausch, der in der 30. Minute in den 13:13-Ausgleich durch Vujović mündete, ehe kurz vor dem Halbzeitpfiff Teitur Einarsson in der Abwehr sein Comeback nach Verletzung gab und nur noch das letzte Tor der Melsunger fiel (13:14).
Der zweite Durchgang begann genauso ausgeglichen, wie die erste Hälfte geendet hat. Über das 15:15 durch Giorgi Tskhovrebadze (35. Minute) und das 17:17 durch Kristjan Horžen blieben die Oberbergischen den hessischen Gastgebern weiter auf den Fersen und hatten zunächst Vorteile auf ihrer Seite. In der Folge waren es jedoch die Melsunger, die mit der höheren Effizienz aufwarteten. In der 43. Minute geriet der VfL mit 18:20 und in der 45. Minute sogar erstmals mit drei Toren in Rückstand (19:22). Im Gegenangriff folgten jedoch das Tor für die Gummersbacher zum 20:22 sowie die rote Karte von Ian Barrufet Torrebejano nach einem überharten Foulspiel gegen Pregler.
In einer mittlerweile aufgeheizten Stimmung auf und neben der Platte zeigten beide Mannschaften Nerven im Torabschluss. Die MT verteidigte dabei ihre knappe Führung, während der VfL bis zur 53. Minute eisern nachzog, ehe die Oberbergischen zum ersten Mal einen Vier-Tore-Rückstand hinnehmen mussten (23:27). Die Gäste gaben kämpferisch weiterhin alles, mussten in der 55. Minute jedoch ein weiteres Tor einstecken (23:28), so dass Sigurdsson von seiner Auszeit Gebrauch machte. Ein wichtiger Treffer von Tskhovrebadze unter Zeitspiel hielt den VfL im Spiel (24:28, 56. Minute). Die MT antwortete jedoch umgehend (24:29, 58. Minute), verlor aber daraufhin Kreisläufer Rogerio Moraes durch seine dritte Zeitstrafe. In der 59. Minute verkürzte daraufhin Mathis Häseler zum 25:29. In der letzten Minute gelang den Oberbergischen zwar noch der Ballgewinn, schlussendlich reichte die Zeit jedoch nicht mehr für einen geordneten Angriff, so dass die Partie mit 25:29 verloren wurde.
Seinen nächsten Auftritt in der DAIKIN HBL bestreitet der VfL Gummersbach am kommenden Samstag, den 5. April, um 20 Uhr. Anlässlich des 25. Spieltags gastieren die Oberbergischen dann beim THW Kiel.
Foto: Nastasja Kleinjung