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Die U23 verliert das Endspiel um den Klassenerhalt deutlich und kann nun nur noch auf eine mögliche Relegation spekulieren

U23 Dritte Liga

U23 - TV Korschenbroich (23)
SG Schalksmühle-Halver – HS Gummersbach-D. 33:25 (20:14)
Die Handball Sport Gummersbach-Derschlag hat am Samstagabend in der Mission Klassenerhalt einen herben Dämpfer erfahren. Nach der 25:33 (14:20)-Niederlage gegen die SG Schalksmühle-Halver ist der Abstieg aus eigener Kraft nicht mehr zu verhindern. Am 14. Mai 2011 war die U23 des VfL Gummersbach nach erfolgreicher Relegationsrunde gegen Remscheid  in die 3. Liga aufgestiegen.
Bei der HSG geht der Blick in Richtung Tabellenplatz 14, der womöglich die Teilnahme an einer Relegationsrunde bedeuten kann. Und zwar mit den vier Mannschaften auf Platz 14 der Drittliga-Gruppen Nord, Süd, Ost und West.
Eine Woche nach dem starken Auftritt gegen Habenhausen zeigte die Mannschaft von Trainer Jörg Lützelberger vor allem in der Defensive ein anderes Gesicht. Und das nicht nur personell. Gerade in den ersten 15 Minuten fand die Mannschaft keine Einstellung zum Gegner, der nach Belieben durch den Gummersbacher Abwehrverbund um Philipp-Jonas Wilhelm und Jörg Lützelberger marschierte, so dass es nach einer Viertelstunde bereits 10:6 für die Hausherren stand.

Bereits jetzt gingen die Köpfe der Oberberger runter und der Glaube an eine erfolgreiche Rückkehr ins Spiel schien bereits kein Thema mehr zu sein. Während die HSG-Torhüter Max Hamers und Lasse Hasenforther ihrer Mannschaft keine Unterstützung geben konnten, war der Ex-Gummersbacher Nicholas Plessers zwischen den Pfosten der SGSH einer der Väter des verdienten Erfolges.
Auch Florian Baumgärtner, der alsbald und mit Erfolg kurz gedeckt wurde, sowie Tobias Schröter konnten dem Spiel keine Impulse verleihen. Beide hatten noch am Abend zuvor mit der ersten Mannschaft ein Testspiel gegen die MT Melsungen absolviert, das der VfL mit 26:24 für sich entschied.

Durch die Tore von Sebastian Schöneseiffen und Alexandre Brüning gingen die Gäste zwar mit 2:0 in Führung, doch dann waren die Hausherren an der Reihe, die mit einem 5:0-Lauf auf 5:2 das Ergebnis neu einstellten. Gummersbachs Defensive hatte keine Antworten auf den Angriff der SGSH, wenngleich dieser sich auch nicht im besten Anzug präsentierte. Beim Stande von 5:9 zog Spielertrainer Lützelberger die grüne Karte für die erste Auszeit. Vom Grundsatz her änderte aber auch das nichts, denn die Mannschaft von Trainer Dragan Markovic hatte bereits nach 20 Minuten (15:9) ein beruhigendes Sechs-Tore-Polster, das sie fortan geschickt verwaltete.
Auch nach dem Seitenwechsel wurden die Oberberger nicht mehr gefährlich.  Man hatte nicht das Gefühl, als dass die HSG das Ding um jeden Preis noch hätte drehen wollen. Dafür stellten sich nun auf beiden Seiten technische Fehler ein, so dass die Partie zusehends blasser wurde. Doch das störte die heimischen Fans nicht wirklich. Konnten Sie doch einen Sieg und damit den Klassenerhalt ihrer Mannschaft feiern, während der Angriff der Gäste viel zu oft entweder an Nicholas Plessers scheiterte, oder den Ball schlicht am Gehäuse vorbeiwarf. Und das aus zu 100 Prozent sicheren Positionen.
Jörg Lützelberger redete nach dem Abpfiff nicht lange um den heißen Brei herum. Die Mannschaft sei einfach nicht ins Spiel gekommen und habe in der Deckung schlecht gestanden. „Das Spiel hätte sicherlich einen ganz anderen Verlauf bekommen, wenn wir hier nicht schon so früh den Faden verloren hätten.“
Dabei habe man gewusst, wie torgefährlich und wurfgewaltig der Rückraum der SGSH ist. „Wir hatten abgesprochen, dass wir früher raus müssen. Doch das haben wir in Verbindung mit unseren Torhütern nicht in den Griff bekommen.“ Auch in den zweiten 30 Minuten habe seine Mannschaft das Torhüterduell klar verloren. „Nicholas Plessers hat uns viele Bälle weggenommen.“ Nach 20 Minuten seien die Köpfe der HSG-Spieler im Grunde schon unten gewesen. „Und dann sind wir als Kollektiv nicht gefestigt genug. Ich weiß allerdings auch nicht, ob ich das von der Mannschaft erwarten kann, wenn ich sehe, wie wenig wir unter der Woche zusammen sind.“
Jetzt gehe es darum, trotz allem mit Vollgas weiter zu spielen. „Wir haben noch drei Chancen, an Soest vorbei zu ziehen auf Platz 14. Und vielleicht kommen wir so noch in die Relegation, wer weiß.“
Tore HSG: Curcic (1), Veselinov (1), Lützelberger (5). Baumgärtner (1), Timm (3), Schröter (3), Schöneseiffen (3), Brüning (8/4),
Tabelle 3. Liga West

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