Torsten Kleine

VfL Nachwuchsförderung im Fokus der Wissenschaft

„Nachwuchsförderung in der Handballakademie VfL Gummersbach“ lautet der Titel eines wissenschaftlichen Beitrags über das VfL-Nachwuchsprojekt; erschienen im Band 7 vom „Forum Sportpädagogik“. Unter dem Buchtitel “Sportentwicklung vor Ort - Projekte aus deutschen Quartieren” wird die Handballakademie als eines von drei Beispielen unter Punkt „IV Der kommerzielle Sport - Projekte zur (Profi/t-) Sportentwicklung“ untersucht.

Torsten Kleine, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bergischen Universität Wuppertal und Autor des Beitrags, war im März 2015 zu Gast auf dem Steinmüllergelände, führte Interviews und beobachtete die alltäglichen Abläufe der Nachwuchsspieler. Er kommt unter anderem zu folgendem Fazit: “…Aus Sicht einer pädagogischen Nachhaltigkeit auf die Förderkonzepte lässt sich einiges in der VfL-Akademie identifizieren, was ein hoffnungsvolles Fazit im Sinne einer tatsächlich ganzheitlich gedachten Nachwuchsförderung ziehen last. So scheint die Koordination von Schul- bzw. Lern- und Trainingszeiten gut zu gelingen. Die Betonung der handballspezifischen “Körperbildung” entspricht dem Modell der sportlich erfolgreichen Nachwuchsarbeit in Frankreich, wo auf die Entwicklung der Physis der jugendlichen Spitzenhandballer viel Wert gelegt wird. Dazu bestätigt der regelmäßige Erhalt des HBL-Jugendzertifikats vor allem die formale Qualität in der Nachwuchsarbeit. Und schließlich legen die Beobachtungen der A-Jugendlichen, die seit etwa drei Jahren Teil der Akademie sind, und ihre Aussagen den Schluss nahe, dass die Beachtung von Schule, beruflicher Zukunft und die persönliche Entwicklung beim VfL nicht nur eine Zielstellung ist, sondern im Nachwuchsbereich gelebt wird. …”

Die Bereitschaft wissenschaftliche Anfragen wie die von Herrn Kleine vollumfänglich zu unterstützen, ist für Nachwuchskoordinator Jörg Lützelberger selbstverständlich und wichtig: “Wir erhalten regelmäßig Anfragen für Interviews, Umfragen und andere Forschungsmaßnahmen und haben neben der Deutschen Sporthochschule Köln inzwischen auch Kontakt mit anderen Hochschulen wie beispielsweise der Bergischen Universität Wuppertal oder der Rhein-Ruhr-Universität Bochum. Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass die Praxis seit jeher von den Vorleistungen der Wissenschaft profitiert. Deshalb unterstützen wir jede Anfrage nach Kräften. Im Falle des entstandenen Beitrags profitieren wir unmittelbar durch die externe und neutrale Einschätzung im ganzheitlichen Kontext der Talentförderung, weshalb wir uns ausdrücklich bei Torsten Kleine und der Bergischen Universität Wuppertal bedanken.”

 

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