Das ist Bitter: VfL ohne Leidenschaft beim TVB

Bei der 21:23-Niederlage am heutigen Abend beim TVB Stuttgart enttäuschte der VfL vor allem im Angriff auf der ganzen Linie und nur Torhüter Carsten Lichtlein verdiente sich Bestnoten.

TVB Stuttgart – VfL Gummersbach 23:21 (12:11).

Nach dem großen Kampf zu Hause gegen Hannover-Burgdorf folgte am heutigen Abend eine kleine Ernüchterung, denn der VfL konnte nicht an diese Leistung anknüpfen. „Leider haben wir diese Partie im Angriff verloren“, erklärte VfL-Geschäftsführer Frank Flatten, dem darüber hinaus auch die Leidenschaft fehlte. Schwachpunkte im Angriff waren in erster Linie der Kreis sowie der halbrechte Rückraum. Lediglich die Deckung konnte phasenwiese überzeugen, und bester Gummersbacher war mit Abstand Torhüter Carsten Lichtlein. Flatten: „Das war Prädikat Weltklasse. Carsten hat unglaubliche Bälle pariert.“ Das alleine sollte aber heute nicht reichen.

Zunächst einmal verpatzten die Gäste den Start in die Partie komplett. Nach knapp 14 Minuten erzielte Michael Kraus das 9:3 für die Gastgeber. „In der Anfangsphase haben wir reihenweise katastrophale Fehler gemacht“, so Flatten weiter, der dann allerdings die stärkste VfL-Phase in der SCHARRena sah. Ein 7:0-Lauf (!) durch die Tore von Ernst, Schindler (je 2), Baumgärtner, Nyokas und Schröder brachte den Gast in der 26. Minute mit 10:9 in Führung, ehe sich bis zur Pause wieder einige Unkonzentriertheiten einschlichen und der TVB abermals in Führung ging.

Nach dem Wechsel blieb die Leistung der Blau-Weißen mehr als durchwachsen. Zwar konnten Ernst und Becker noch einmal von 12:14 auf 14:14 ausgleichen (40.), aber nach dem folgenden 3:0-Lauf des TVB senkten sich die Köpfe der Gästespieler bereits ein wenig. Der VfL kam nicht mehr heran, und das 22:17 (53.) durch Bobby Schagen war die Vorentscheidung. Bei den Gastgebern verdienten sich die beiden 2007er Weltmeister Michael Kraus (mit sieben Toren bester Werfer) und Torhüter Johannes Bitter die besten Noten.

„Wir lassen aber den Kopf nicht hängen. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie es besser kann, und wird dies auch wieder zeigen“, so Flatten abschließend. Am 13. Mai empfängt der VfL den TSV GWD Minden in der SCHWALBE arena und kann dann die Auswärtsniederlage wieder wettmachen.

Torschützen VfL Gummersbach: Simon Ernst, Andreas Schröder (jeweils 4), Christoph Schindler (5), Kevin Schmidt (2), Florian von Gruchalla (2/2), Tobias Schröter, Florian Baumgärtner, Kévyyn Nyokas, Alexander Becker (jeweils 1).

Strafminuten: 8:8 (Weiss zweimal, Schimmelbauer, Schagen – Ernst, Pevnov zweimal, Schmidt).

Schiedsrichter: Sascha Wild/Fabian Baumgart.

Zuschauer: 2.251.

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