Einbruch nach der Pause: Keine Chance in Mannheim

Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit kam der VfL Gummersbach am heutigen Abend bei den Rhein-Neckar Löwen deutlich mit 20:34 (13:16) unter die Räder.

Rhein-Neckar Löwen – VfL Gummersbach 34:20 (16:13).

Leider konnte der VfL am heutigen Abend vor 7.468 Zuschauern in der Mannheimer SAP Arena kein Selbstvertrauen tanken. Gerade die zweite Halbzeit möchten die Schützlinge von Sead Hasanefendic sicherlich am liebsten ganz schnell zu den Akten leben. Es dauerte keine zwei Minuten, bis fast alle Hoffnung auf etwas Zählbares zerstört waren. Zwei technische Fehler im Angriff, zwei Gegentore durch Sigurdsson und eine Zeitstrafe gegen Simon Ernst standen beim Stande von 18:13 in der 32. Spielminute zu Buche. Davon sollte sich der Gast am heutigen Abend nicht mehr erholen und auch die Fehlerquote sollte hoch bleiben.

„Wir haben zu viele Fehler im Angriff gemacht und uns nicht an das Konzept gehalten. So haben wir dem Gegner die leichten Tore ermöglicht und so kam auch das hohe Ergebnis zustande“, erklärte VfL-Torhüter Carsten Lichtlein nach dem Spiel. In der Tat summierten sich die technischen Fehler sowie die schwachen Abschlüsse und die Führung der Gastgeber wuchs kontinuierlich. Beim Stande von 22:14 durch Andy Schmid (38.) waren es schon acht Tore Differenz. Nach drei Toren in Folge von Sigurdsson (zwei davon über den Gegenstoß) zum 27:17 (44.) waren es bereits zehn.

Und auch in den letzten 15 Minuten sollten den Gästen nur noch drei Tore durch Simon Ernst, Evgeni Pevnov und Tobias Schröter gelingen. Von den Feldspielern des Gastes konnte heute keiner überzeugen, lediglich Nationaltorhüter Carsten Lichtlein zeigte eine gute Leistung. Beste Spieler bei den Löwen waren Mikael Appelgren im Tor sowie die beiden besten Torschützen Andy Schmid (9/1) und der Ex-Gummersbacher Gudjon Valur Sigurdsson (11/1).

In den ersten 30 Minuten wäre für die Gäste dabei durchaus mehr als ein Drei-Tore-Rückstand möglich gewesen. Julius Kühn schoss in der zweiten Minute per Siebenmeter das 1:1. Nach zwei Toren für den Deutschen Meister war es erneut Kühn, der zum 3:2 traf. Im Anschluss stand Carsten Lichtlein im Mittelpunkt, der sehr stark in die Partie startete. Gegen Sigurdsson parierte er den Siebenmeter und auch noch den Nachwurf. Leider vergab auch Kévyyn Nyokas im Gegenzug, so dass dem Gast der Ausgleich verwehrt blieb. Simon Ernst (4:3) und Julius Kühn (5:4) konnten aber zunächst den unmittelbaren Anschluss herstellen.

Zwei Zeitstrafen gegen Julius Kühn, der bereits nach knapp 14 Minuten zweimal hinausgestellt wurde, ermöglichten den Gastgeber allerdings eine Drei-Tore-Führung. Nationalspieler Hendrik Pekeler traf zum 8:5 (16.). Der VfL steckte aber nicht auf und Kévyyn Nyokas erzielte das 10:8 (21.). Leider konnten die Gummersbacher in den folgenden Angriffen nicht die nötige Präzision abrufen und scheiterten mehrfach an Mikael Appelgren. Drei Löwen-Treffer in Folge führten zum 13:8 (23.). Aber der VfL kämpfte weiter und kam durch Kevin Schmidt und einen Tempogegenstoßtreffer von Andreas Schröder zum 13:10 (25.). In der Schlussphase hielt Alexander Becker sein Team durch drei Tore binnen zwei Minuten im Spiel. Leider konnte der VfL den letzten Angriff nicht mehr ausspielen, so dass die Löwen drei Tore in Front blieben.

Torschützen VfL Gummersbach: Simon Ernst (4), Julius Kühn (5/3), Evgeni Pevnov (2), Alexander Becker (3), Tobias Schröter, Florian Baumgärtner, Kévyyn Nyokas, Andreas Schröder, Kevin Schmidt, Florian von Gruchalla (jeweils 1).

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