Flensburg, Campus-Arena, 23.12.15: SG Flensburg-Handewitt vs. VfL Gummersbach im Spiel der 1. Handball Bundesliga Saison 2015/2016.
Alexander BECKER (VfL GM/KM/45) im Angriff.

Nuancen fehlten zur großen Überraschung

Trotz starker Leistung unterlag der VfL Gummersbach mit 25:28 (11:13) bei der SG Flensburg-Handewitt.

SG Flensburg-Handewitt – VfL Gummersbach 28:25 (13:11).

Mehr als achtbar zog sich der VfL beim hohen Favoriten Flensburg aus der Affäre. Mit etwas mehr Glück, wäre eventuell sogar mehr möglich gewesen, denn der VfL ließ sich zu keiner Spielzeit abschütteln und spielte auf Augenhöhe. „In der Tat waren wir ein Gegner auf Augenhöhe, und am Ende haben Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entschieden“, so Trainer Emir Kurtagic, der eine sehr starke Leistung seiner Jungs sah, die zudem auf Christoph Schindler, Mark Bult und Evgeni Pevnov verzichten musste. Vielleicht habe am Ende aber auch die Routine der Flensburger eine Rolle gespielt. „Wie gesagt. Es waren Nuancen, aber auf dieser Ebene sind gerade diese das Schwierigste“, so der Trainer.

Nach Berlin und Melsungen hat der VfL nun also bereits das dritte Spiel trotz starker Leistung etwas unglücklich verloren, aber mit der Leistung in Flensburg kann Kurtagic dennoch mehr als zufrieden sein. In Halbzeit eins übernahm nach dem 0:1 durch Alexander Becker zunächst der Gastgeber das Ruder und ging mit 6:4 in Führung. Durch zwei Siebenmetertore von Raul Santos konnte der VfL aber prompt ausgleichen. Es folgte ein munterer Schlagabtausch. Mit zwei weiteren Siebenmetertoren brachte Santos sein Team auf 10:11 und 11:12 heran, ehe Kevin Moeller dann doch zur Pause wieder auf zwei Tore erhöhte.

Nach dem Wechsel war der VfL dann sogar phasenweise die bessere Mannschaft. Zunächst schoss Julius Kühn seinen VfL wieder auf einen Treffer heran. Nach dem 14:12 durch Moeller, sorgten Persson und Becker für den 14:14-Ausgleich. Nun stand die Partie auf des Messers Schneide, und durch Florian von Gruchalla ging der VfL sogar mit 17:16 in Führung. Minuten später brachte Alexander Becker seinen Club erneut mit 18:17 in Front, was allerdings die letzte VfL-Führung in diesem Spiel sein sollte. Binnen kürzester Zeit ging die SG wieder mit zwei Toren (20:18) in Führung, aber auch in dieser Phase ließen sich die Gummersbacher nicht beirren.

Bis zum 25:24 durch Simon Ernst (56.), der bei angezeigtem Zeitspiel beherzt abschloss, konnte der VfL regelmäßig auf einen Treffer verkürzen. Und auch zwei Minuten vor Schluss fasste sich Gunnar Stein Jonsson ein Herz und traf zum 26:25. Nach dem folgenden 27:25 durch eine schöne Einzelleistung von Mogensen, konnte der VfL allerdings nicht mehr zurückschlagen. Simon Ernst vergab eine Schusschance, und Anders Eggert machte durch eines sehr vielen Siebenmetertore, an denen ihn weder Lichtlein noch Puhle hindern konnten, alles klar.

Torschützen VfL: Tobias Schröter (1), Simon Ernst (1), Julius Kühn (3), Magnus Persson (4), Gunnar Stein Jonsson (2), Florian von Gruchalla (2), Alexander Becker (3), Andreas Schröder (3), Raul Santos (6/5).

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