VfL Gummersbach – HSG Wetzlar 20:20 (9:11)

Nach umkämpften 60 Minuten konnte der VfL Gummersbach gegen die HSG Wetzlar einen Punkt in der SCHWALBE arena halten. Nach sehr verbesserter Abwehrleistung hing es an diesem Abend an einer schwachen Offensivausbeute. In den letzten neun Minuten vergab der VfL mehrere Matchbälle und kassierte schließlich doch noch den Ausgleich.

Am siebten Spieltag der DKB Handball-Bundesliga standen sich zwei Teams gegenüber, die nach durchwachsenem Ligastart schon ein wenig unter Druck stehen. Die HSG Wetzlar konnte sogar nur ein Spiel der ersten sechs Partien für sich entscheiden. In Gummersbach sollte jetzt der erste Auswärtserfolg folgen. Ohne Ivano Balic, der nach einer roten Karte in Kiel in Gummersbach gesperrt war, begann die HSG Wetzlar hochmotiviert und ging durch Jens Tiedtke das erste Mal in Führung.

Jan-Lars Gaubatz und Michal Kopco warfen auf der Gegenseite die erste VfL-Führung heraus. Das Team wollte unbedingt für den zweiten Heimerfolg sorgen. Angetrieben von spektakulären Paraden von Carsten Lichtlein entwickelte sich schon zu Beginn der Partie eine Gänsehautstimmung. Lichtleins emotionaler Jubel steckte die 3900 Zuschauer in der SCHWALBE arnea an.

Doch in der Offensive gelang dem VfL schon in der ersten Halbzeit keine überzeugende Leistung. Als HSG-Trainer Kai Wandschneider VfL-Toptorschütze Barna Putics in Manndeckung nehmen ließ und zudem Jose Hombrados im HSG-Tor brachte, stockte der Gummersbacher Angriff immer mehr. Sieben Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit gelang Joakim Larsson das letzte VfL-Tor zur 9:8-Führung. Aber Wetzlar kam noch vor der Halbzeit zurück. Weil der VfL in der Offensive nicht mehr traf und die HSG es auf der anderen Seite dreimal besser machte, musste Gummersbach mit einem 9:11-Rückstand in die Kabine gehen.

Schnell gelang es den Hausherren nach Wiederbeginn der Ausgleich. Andreas Schröder, Raul Santos und Michal Kopco trafen in dieser Phase für den VfL – 12:12 nach 34 Spielminuten. Die kämpferische Einstellung stimmte doch nur in der Abwehr führte sie heute auch zum gewünschten Erfolg. Außer  Raul Santos, der mit einem seiner sechs Tore den VfL in der 45. Minute wieder in Führung brachte, konnte heute im VfL-Angriff keiner überzeugen. Nachdem Andreas Schröder zum 19:17 und wenig später erneut Raul Santos zum 20:18 traf, vergab der VfL unzählige Matchbälle. Carsten Lichtlein machte in dieser Phase den Unterschied, doch seine Vorderleute konnten daraus einfach nichts machen.

So kam es wie es kommen musste. Der VfL erzielte in den letzten neun Minuten kein Tor mehr. Wetzlar hingegen kam teilweise in Überzahl eine Minute vor dem Ende durch Florian Laudt doch noch zum Ausgleich. Zum Schluss müssen die Hausherren dann noch mit einem Punkt zufrieden sein denn Wetzlar hatte im letzten Angriff noch die Chance zum Sieg.

Nach 60 Minuten blieb es beim 20:20-Unentschieden. Bereits am kommenden Sonntag bekommt der VfL die nächste Chance auf den ersehnten Heimsieg. Zu Gast am 6.10. um 17:15 Uhr ist der dritte Aufsteiger ThSV Eisenach.

 

Stimmen nach dem Spiel:

Kai Wandschneider (Trainer HSG Wetzlar): „Mit dem Punkt bin ich zufrieden, mit dem Spiel nicht. Wir haben am siebten Spieltag  einen Abstiegskampf gesehen. Ich bin mit der Abwehrleistung  und der guten Torwartleistung zufrieden. Jose Hombrados hat uns mit seinen Paraden Sicherheit gegeben. Wir haben die Abwehrleistung nicht genutzt um die nötigen Tore zu machen und haben im Angriff viele Bälle verworfen.  Es wäre ungerecht gewesen, wenn wir gewonnen hätten. Nun haben wir den ersten Auswärtspunkt in dieser Saison erkämpft.“

Emir Kurtagic (Trainer VfL Gummersbach): „Wir haben heute gut in der Abwehr gespielt. Durch die Umstellung in der Deckung bei Wetzlar auf 5:1 haben wir das Spiel aus der Hand gegeben. Carsten Lichtlein hat uns durch seine Paraden im Spiel gehalten. Die Zuschauer haben uns unterstützt und wir  waren auf der Siegerstraße, aber wir haben es nicht geschafft den kleinen Vorsprung über die Zeit zu bringen.  Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, alle haben bis zum Umfallen gekämpft. Wir haben einen wichtigen Punkt erzielt.“

Frank Flatten (Geschäftsführer VfL Gummersbach): „Ich bin sehr zufrieden, dass die 3872 Zuschauer eine kämpferisch starke Mannschaft gesehen haben. Vielen Dank für die großartige Unterstützung der Fans.“

 

Statistik:

Tore VfL Gummersbach: Santos (6/3),  Schröder (3), Putics (3), Kopco (3), von Gruchalla (2), F. Larsson (1), J. Larsson (1), Gaubatz (1)

Zeitstrafen: 6/4 Minuten

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