HSG Wetzlar - VfL Gummersbach

Der nächste Entwicklungsschritt

Der VfL Gummersbach zeigte vor 4.200 Zuschauern in der Rottal-Arena gegen die HSG Wetzlar eine abgeklärte Vorstellung und gewann verdient mit 30:29.

HSG Wetzlar – VfL Gummersbach 29:30 (14:13).

„Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Das war eine sehr reife Leistung“, attestiert VfL-Coach Emir Kurtagic seiner jungen Truppe beim namhaft besetzten Tabellennachbarn eine sehr couragierte und abgeklärte Vorstellung. Und in der Tat machten die Gäste aus dem Oberbergischen trotz vieler Rückstände in den entscheidenden Phasen vieles richtig. Zu Beginn der Partie hakte es noch etwas im Angriff des VfL. Einige gute Chancen wurden liegengelassen und auch HSG-Keeper Andi Wolff war einige Male zur Stelle. Nach 17 Minuten führten die Gastgeber mit 9:7, und wenig später sogar mit drei Toren (12:9). Bis zur Pause arbeiteten sich die Gummersbacher wieder auf einen Treffer heran.

Nach dem Wechsel waren die Vorzeichen zunächst ähnlich. Vor allem die HSG-Angreifer Steffen Fäth, Dejan Manaskow und Kent Robin Tönnesen machten der VfL-Deckung das Leben schwer. Hinzu kam, dass sich National-Keeper Carsten Lichtlein nach gut 20 Minuten eine Fingerverletzung zuzog. Nach 38 Minuten und einer 19:16-Führung für Wetzlar, sah immer noch vieles nach einem Heimsieg aus, aber dann schlug der VfL zurück. Ein paar überragende Minuten bedeutete die Wende. Über 22:24 und 23:27 zog der Gast davon und stellte die Weichen auf Auswärtssieg. Lichtlein kam nach 40 Minuten wieder ins Tor und war ebenfalls in den entscheidenden Momenten zur Stelle.

„In dieser Phase haben wir überragend verteidigt und im Angriff sicher abgeschlossen. Das war eine sehr routinierte Phase von uns“, so Kurtagic. Hinzu kam, dass im Angriff nun fast jeder Spielzug erfolgreich abgeschlossen wurde. Mark Bult, Andreas Schröder und Raul Santos stellten die HSG-Deckung immer wieder für unlösbare Probleme, und mit insgesamt 22 Treffern hatte das Trio entscheidenden Anteil am verdienten Auswärtssieg. In der Schlussphase machte es der Gast noch einmal kurz spannend, als Raul Santos beim Stande von 27:29 die Entscheidung vom Siebenmeterpunkt liegenließ. Andreas Schröder sorgte dann aber schließlich kurz vor Schluss für klare Verhältnisse. „Die positive Entwicklung meiner Mannschaft macht richtig Spaß“, so Kurtagic abschließend, der sich mit seinen Jungs nach einer kurzen Pfingstpause ab Montag wieder intensiv auf die nächsten Aufgaben vorbereiten wird.

Torschützen VfL:

Mark Bult (8), Andreas Schröder (7), Raul Santos (7/2), Simon Ernst (3), Julius Kühn (2), Alexander Becker, Gunnar Steinn Jonsson, Joakim Larsson (jeweils 1).

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