VfL Gummersbach – Füchse Berlin 21:35 (11:18)

Erneut musste sich der VfL Gummersbach ohne seinen gut in die Saison gestarteten Neuzugang aus Berlin warm machen. Mark Bult laboriert weiterhin an seiner Musekelfaserverletzung aus dem Hamburg-Spiel und wird vorsichtig im Aufbautraining wieder an die Mannschaft heran geführt. Die Gäste aus Berlin mussten auf ihrer Seite auf Kreisläufer Jasper Nielsen verzichten.

Trotzdem ging der VfL Gummersbach in der heimischen SCHWALBE arena als klarer Außenseiter ins Spiel. Der Favoritenrolle wird Berlin in den ersten Minuten gerecht. Jeder noch so kleiner VfL-Fehler wurde direkt bestraft. Nur bis zum 2:2 durch Jan-Lars Gaubatz konnte der VfL mithalten. Dann dominierten die Füchse, schon in der 10. Minute trafen sie zur 6:3-Führung durch ihren starken Rückraum. Über eine starke Abwehr wollte der VfL eigentlich gegen den Tabellenfünften ins Spiel finden, doch Gummersbach bekam auch in der Folgezeit den Berliner Rückraum nicht in den Griff. Immer wieder gelangen den Gästen einfache Tore. Das Resultat 4:9 nach 14 Minuten. VfL-Trainer Emir Kurtagic reagiert, nahm die Auszeit und brachte mit Fredrik Larsson einen neuen Spielmacher, weil sein Team auch im Angriff einfach nicht stattfand. Doch Berlin erhöhte weiter auf 12:5 durch Matthias Zachrisson.
Erste Pfiffe schallten durch die mit 2841 Zuschauern gefüllte SCHWALBE arena. Wie schon im letzten Heimspiel gegen Flensburg brachte sich der VfL auch gegen Berlin schon in der ersten Halbzeit um die Chance auf eine Überraschung. Die Gäste hingegen schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe. Bartlomiej Jaszka traf drei Minuten vor der Halbzeit schon zum 18:9 in Unterzahl. Zwei Tore konnte der VfL, dank des eingewechselten Borko Ristovski, bis zur Pause noch aufholen, trotzdem ging man mit dem deutlichen 11:18-Rückstand in die Pause.
Vier Minuten nach Wiederbeginn hat Berlin die Neun-Tore-Führung wieder und erhöht durch Konstantin Igropulo und Markus Richwien auf 24:12. Schon in der 36. Minuten zeichnete sich ein echtes VfL-Debakel ab. An diesem Bild änderte sich auch in der Folgezeit wenig. Berlin marschierte und der VfL kassierte: 13:27 nach 40 Minuten. Das Publikum reagierte tapfer, blieb in der Arena und feuerte den VfL trotz schwacher Leistung weiter an. Doch es half nur wenig. Der VfL erwischte einen rabenschwarzen Tag und Berlin reichte am Ende eine normale Bundesligaleistung, um in Gummersbach in allen Belangen zu dominieren. Bis auf 15 Tore konnten die Füchse zwischenzeitlich davonziehen. Für 15 erzielte Tore reichte es beim VfL erst nach 50 Minuten.
Nach 60 Minuten verliert der VfL Gummersbach am 12. Spieltag gegen die Füchse Berlin mit 21:35 und muss am kommenden Sonntag zum wichtigen Auswärtsspiel nach Minden reisen.
Emir Kurtgic (Trainer VfL Gummersbach): „Wir haben uns das sicherlich anders vorgestellt. Wir wollten auch mit Spaß und Leidenschaft an die Sache herangehen. Das ist uns aber zu keinem Zeitpunkt gelungen. Heute ist alles zusammengekommen, was zusammenkommen kann. Wir haben ein Spiel ohne Leidenschaft und Emotion absolviert, leider nicht zum ersten Mal dieses Jahr. Das gibt mir natürlich zu denken. Aus meiner Sicht gibt es keine Erklärung für so eine Leistung und ich möchte mich auch im Namen der Mannschaft bei den Zuschauern entschuldigen.“
Frank Flatten (Manager VfL Gummersbach): „Berlin hat heute verdient gewonnen. Glückwusch. Aber ich kann dem heutigen Tag trotz allem auch etwas Positives abgewinnen. Wir haben seit heute eine hochmoderne LED- Bande, die uns einen großen Schritt weiterbringt. Wir haben heute die PSD-Bank als neuen Partner offiziell begrüßt und konnten in den letzten Wochen 14 neue Business-Club-Partner gewinnen. Das Spiel war natürlich nicht so glücklich. Bei uns hat nichts funktioniert. Berlin hat überragend gespielt. Ich kann nur hoffen, dass wir das bis zum Spiel in Minden aufarbeiten können und uns dort anders präsentieren.“
Tore VfL Gummersbach: Santos (4/1), Putics (4/1), Gaubatz (4), Kopco (3), Schröder (2), von Gruchalla (2), Fredrik Larsson (1), Schindler (1) Tore SG Flensburg-Handewitt: Petersen (7/4), Horak (6), Jaszka (5), Igropulo (4), Löffler (2), Wiede (2), Thümmler (2), Richwien (2), Romero (2), Zachrisson (2), Christophersen (1)
Strafen: 0/4 Strafminuten

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