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VfL verkauft sich teuer beim SCM

In der ausverkauften GETEC-Arena verlor der VfL Gummersbach gegen den SC Magdeburg mit 28:33 (14:17). Christoph Schindler angeschlagen. Fokus nun auf Erlangen-Spiel.

SC Magdeburg – VfL Gummersbach 33:28 (17:14).

Ein Klassenunterschied war am heutigen Tag zwischen diesen beiden Mannschaften zu keiner Zeit erkennbar. Dennoch haben Feinheiten und Nuancen gefehlt, um in Magdeburg erfolgreich zu sein. Knapp 50 Minuten lang konnte der Gast das Spiel offen gestalten, setzte immer wieder Nagelstiche, um am Ende aber doch recht deutlich ins Hintertreffen zu geraten. „Wir haben gegen einen starken Gegner verloren. Da darf man sich keine Fehler erlauben. Im Endeffekt haben wir nicht zuletzt zu viele leichte Gegentor bekommen, und selber zu wenige erzielt“, erklärt VfL-Manager Frank Flatten nach der Niederlage. Torhüter Carsten Lichtlein, der eine gute Leistung bot, ärgerte sich verständlicherweise ebenfalls über die individuellen Fehler: „Das müssen wir abstellen.“

Dabei war heute gefühlt wirklich etwas möglich, vor allem in Halbzeit eins. Der Gast begann sehr couragierte und unbeeindruckt von der großen Kulisse. In der Anfangsphase waren die Oberberger immer wieder hellwach, standen gut in der Deckung und reagierten schnell – vor allem über Raul Santos. Die 6:5-Führung war bereits sein vierter Treffer. Magdeburg war beeindruckt. Florian von Gruchalla (11:12) und Julius Kühn (12:13) setzten weitere Nadelstiche. Erst einige Nachlässigkeiten und die Zeitstrafen gegen Joakim Larsson ermöglichten Magdeburg die Pausenführung.

Nach dem Wechsel war die Partie auch lange offen. Nach dem 23:19 schlug der VfL schnell zurück und hielt den SCM bei maximal drei Toren Rückstand immer auf Schlagdistanz. In der 49. Minute erzielte Andreas Schröder das 26:24. Drei SCM-Tore in Folge, darunter ein Tempogegenstoß, bedeuteten dann aber so etwas wie die Vorentscheidung. Dennoch bewies der VfL Moral. Auszeit. Umstellung auf eine offensive 3:2:1-Deckung. Es wurde alles versucht, aber in der Schlussphase war der SCM einfach zu clever und gab sich keine Blöße mehr. Dennoch fällt das VfL-Fazit keinesfalls negativ aus, zumal man ja als Außenseiter in die Partie gegen die „Mannschaft der Stunde“ in der Handball-Bundesliga ging. „Magdeburg war ein Gegner mit sehr großen Ambitionen. Wir werden die Partie schnell abhaken und freuen uns sehr auf das erste Heimspiel der Jahres am Samstag gegen Erlangen“, so Flatten abschließend. Hinzu kommt, dass VfL-Kapitän Christoph Schindler am heutigen Tag verletzungsbedingt stark angeschlagen war.

Torschützen VfL:  Mark Bult (4), Florian von Gruchalla (3), Alexander Becker (3), Andreas Schröder (2), Julius Kühn (7), Raul Santos (8/1), Gunnar Steinn Jonsson (1).

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