DKB-Bundesliga: Rhein-Neckar-Löwen - VfL Gummersbach

Überragender Lichtlein hielt Niederlage in Grenzen

Der VfL Gummersbach unterlag erwartungsgemäß mit 24:29 (11:17) bei den Rhein-Neckar-Löwen, zeigte aber einen Aufwärtstrend.

Rhein-Neckar Löwen – VfL 29:24 (17:11).

Am Ende des Tages konnte VfL-Trainer Emir Kurtagic mit dem Ergebnis beim neuen Tabellenführer der Handball-Bundesliga leben, obwohl es auch in Mannheim noch einige Dinge zu verbessern gab. Was am heutigen Nachmittag auf jeden Fall stimmte, waren Einstellung und Moral, denn es hätte deutlich schlimmer kommen können. Rhein-Neckar erwischte den besseren Start, Torhüter Niklas Landin hielt einige Male gut, und prompt stand es 9:6 für den Vize-Meister.

Dann folgte einige Blackouts beim VfL und ein 6:0-Lauf der Gastgeber. Die Mannheimer bestrafte nun fast jeden Angriffsfehler der Gäste per Tempogegenstoß-Treffer. Vor allem Uwe Gensheimer, der eine Vielzahl seiner zwölf Treffer durch die sogenannten „einfachen Tore“ erzielte, war kaum zu halten. Ein Debakel drohte. „In dieser Phase hätte die Partie auch einen bösen Verlauf für uns nehmen können, aber meine Mannschaft hat geantwortet“, freute sich Kurtagic. Julius Kühn, Florian von Gruchalla (2) und Raul Santos verkürzten auf 15:9, und bei diesem Sechs-Tore-Rückstand blieb es auch bis zur Pause.

Nach dem Wechsel drehte dann VfL-Keeper Carsten Lichtlein so richtig auf, der eine überragende zweite Halbzeit bot und auch nach 60 Minuten das Torhüter-Duell gegen Niklas Landin mit 18:12-Paraden deutlich für sich entschied. Wirklich in Gefahr geriet der verdiente Erfolg des hohen Favoriten aber nicht, obwohl der VfL zumindest auf vier Tore herankam. „Um diese Partie noch zu drehen, hätten wir neben einem überragenden Torhüter auch eine perfekte Angriffsleistung benötigt, aber das ist gerade gegen einen solchen Gegner nahezu unmöglich“, so Kurtagic weiter.

Dennoch war er mit der Leistung nicht unzufrieden. Eine Leistung, die durchaus als Aufwärtstrend zu werten ist. Neben Lichtlein verdienten sich auch Julius Kühn und Simon Ernst (2. Halbzeit) gute Noten. Florian von Gruchalla übernahm nach dem Siebenmeter-Fehlwurf von Raul Santos die Strafwürfe und verwandelte alle fünf sicher. „Es gibt positive Erkenntnisse, aber in naher Zukunft bräuchte die Mannschaft mal wieder einen Sieg“, so Kurtagic abschließend. Vielleicht gelingt dies ja bereits am Donnerstag in Hannover?

VfL: Carsten Lichtlein (1. bis 60., 18 Paraden), Matthias Puhle; Tobias Schroeter, Simon Ernst (1), Julius Kühn (7), Magnus Persson (1), Joakim Larsson (2), Gunnar Stein Jonsson (3), Florian von Gruchalla (7/5), Mark Bult, Alexander Becker, Andreas Schröder (1), Raul Santos (2).

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