Lübbecke, Merkur-Halle, 14.11.15: TuS N-Lübbecke vs. VfL Gummersbach im Spiel der 1. Handball Bundesliga Saison 2015/2016.

Andreas SCHROEDER (VfL GM/RL/71) im Angriff.

VfL zeigt Moral und dreht die Partie

Durch eine ganz starke zweite Halbzeit setzte sich der VfL Gummersbach beim TuS N-Lübbecke mit 28:25 (11:14) durch.

TuS N-Lübbecke – VfL Gummersbach 25:28 (14:11).

Durch eine erneut gute Leistung und eine starke Moral nahm der VfL am heutigen Abend die Hürde beim sieglosen Tabellenletzten, der sich vor allem in der ersten Halbzeit keinesfalls so präsentierte. „Es war das erwartet harte Stück Arbeit, und hier muss man erst einmal gewinnen“, so der erleichterte VfL-Coach Emir Kurtagic nach der Partie. Einen stark besetzten Kader haben die Gastgeber schon länger, aber der Trainerwechsel schien noch einmal zusätzliche Kräfte freigesetzt zu haben. Zunächst war aber der VfL am Zug. Carsten Lichtlein war in den ersten Minuten dreimal zur Stelle, und Raul Santos brachte den Gast mit zwei Toren 2:0 in Führung. Es folgten dann aber drei TuS-Tore in Folge, und das 3:4 durch Julius Kühn (8.) sollte zunächst die letzte Führung für die Gäste bleiben.

„In dieser Phase haben wir nicht so gut gedeckt und vorne zu viele klare Gelegenheiten liegengelassen“, erklärte Kurtagic. Diese Nachlässigkeiten wurden konsequent bestraft, zumal TuS-Keeper Nikola Blazicko heute mit 21 Paraden einen überragenden Abend hatte. Lübbecke zog auf 9:6 (15.) und 12:7 (24.) davon, ehe Evgeni Pevnov und Raul Santos wieder auf drei Tore (12:9) verkürzen konnten. Nach dem 14:10 gelang Florian von Gruchalla fünf Sekunden vor der Pause noch das 14:11. „Der Treffer war wichtig und hat uns Mut für die zweite Halbzeit gemacht“, so Kurtagic weiter.

In den zweiten 30 Minuten sollte dann fast alles für den VfL laufen. Die Deckung stand nun besser, agierte konsequenter, und im Angriff wurden die sich bietenden Chancen konsequent genutzt. Hinzu kam, dass Carsten Lichtlein (insgesamt 17 Paraden) seinem Gegenüber nun auch in nichts mehr nachstand. Gummersbach brauchte keine vier Minuten, um den 14:14-Ausgleich durch Santos, Kühn und Bult zu erzielen. Bis zum 16:16 (39.) stand die Partie auf des Messers Schneide, ehe erneut Santos, Bult und Kühn für das 16:19 sorgten. Der Drei-Tore-Vorsprung hielt bis zur 50. Minute (20:23), ehe der VfL zum Schlussspurt ansetzte. Kühn und Bult erhöhte auf 20:25, und damit war die Gegenwehr der Gastgeber nahezu gebrochen. Lübbecke kämpfte aufopferungsvoll, aber nach dem Wechsel konnten sie nicht mehr das hohe Level der ersten Halbzeit halten.

„Lübbecke hat gut gespielt, aber wir haben in der zweiten Halbzeit auch nicht mehr viel zugelassen“, freute sich Kurtagic. Aufstecken wollten die Gastgeber aber noch nicht und kamen noch einmal auf 24:26 (57.) heran. In Überzahl sorgten dann aber Santos, der nach ein paar Fehlwürfen in Durchgang eins ein starkes Spiel machte, und Evgeni Pevnov für den erfolgreichen Schlussakkord der Blau-Weißen. Evgeni „Effe“ Pevnov, der sein Comeback feiert war dabei auch ein wichtiger Faktor. „Durch ihn waren wir variabler und gefährlicher“, so Kurtagic. Zudem erzielte er drei Treffer und holte gleich mehrere Siebenmeter heraus. Insgesamt war es aber erneut ein toller Kollektiverfolg der Mannschaft, die trotz der Ausfälle und des hartes Programms erneut eine starke Moral bewies.

Torschützen VfL: Julius Kühn (4), Evgeni Pevnov (3), Florian von Gruchalla (3), Andreas Schröder (1), Raul Santos (11/5), Simon Ernst (3), Mark Bult (3).

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