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Kampf, Krampf und Matthias Puhle

Durch eine gute Moral und einen überragenden Matthias Puhle im Tor setzte sich der ersatzgeschwächte VfL in der ausverkauften SCHWALBE arena mit 24:21 (12:10) gegen Aufsteiger HC Erlangen durch.

VfL Gummersbach  – HC Erlangen 24:21 (12:10).

Hauptsache gewonnen, lautete heute das Fazit für die ersatzgeschwächte VfL-Mannschaft gegen den Aufsteiger aus Franken. Dank eines überragenden Matthias Puhle mit 13 Paraden in 40 Minuten, konnte der VfL in der ausverkauften SCHWALBE arena einen 24:21-Arbeitssieg feiern. In einer sehr hektischen und fehlerhaften Partie machten es die Gastgeber lange Zeit spannend. Dabei kamen sie gut mit zwei Toren von Santos und Kühn aus der Kabine. Es stand 14:10, aber die nötige Sicherheit brachte dieser Vorsprung nicht. Obwohl der Aufsteiger über die gesamte Spielzeit mehr als ein Dutzend einfachster technischer Fehler produzierte, die VfL-Abwehr nach dem Wechsel gut stand und Puhle die Hälfte der Bälle hielt, wurde es nach dem 18:14 durch von Gruchalla noch einmal eng, da im Angriff nun sehr wenig gelang.

Zehn Minuten vor Schluss war der Gast beim Stand von 19:18 plötzlich auf Schlagdistanz. Bis zum 22:20 durch Santos (55.) war es ein Handball-Krimi auf niedrigem Niveau. Erlangen versuchte noch einmal alles, verteidigte offensiver, aber Matthias Puhle hatte da am heutigen Abend etwas gegen. Persson machte mit seinem zweiten Treffer zum 23:20 alles klar, und drei Sekunden vor Schluss traf dann auch noch Julius Kühn ins leere Tor zum Endstand. Es war ein Erfolg Puhles, einer ordentlichen Deckungsarbeit und der guten Moral in der VfL-Truppe, aber bis zum nächsten Heimspiel im Pokal gegen Flensburg wird sich der VfL steigern müssen.

Lange blieb der VfL von verletzungsbedingten Ausfällen verschont. Heute war es dann soweit. Mark Bult und Joakim Larsson mussten gegen den Aufsteiger passen, Alexander Becker ging angeschlagen ins Spiel und das sollte man deutlich merken. Die ersten 20 Minuten zum Beispiel agierte Andreas Schröder auf der ungewohnten Kreisposition, und Magnus Persson war im rechten Rückraum komplett auf sich alleine gestellt. Dennoch kamen sie nach dem 0:2 durch den starken Nikolai Link (5.) ins Spiel. Santos, Schröder und von Gruchalla brachte den VfL erstmals in Front. Bis zum 8:5 durch Julius Kühn (15.) wusste Gummersbach dann auch im Angriff teilweise zu gefallen.

Nach einer Auszeit der Gäste von Frank Bergemann folgte dann ein Bruch im Spiel der Hausherren. Vier Tore der Gäste in Folge bei schwachen Angriffsversuchen des VfL, brachten den HC für kurze Zeit in Führung. Nach einer Auszeit von Emir Kurtagic, fingen sich die Gastgeber wieder und Santos brachte sein Team mit zwei Treffern wieder in Führung. Nach dem neuerlichen Ausgleich, tankte sich Santos ein weiteres Mal durch, und ein Tempogegenstoß über von Gruchalla zum 12:10 beruhigte die VfL-Seele wieder. Hinzu kam, dass in dieser Phase bereits Matthias Puhle seine Klasse unter Beweis stellte.      

Sparkassen Fan TV – Spielbericht:

 

HC Erlangen: Nikolas Katsigiannis (1. bis 60., acht Paraden), Andreas Bayerschmidt (nur bei einem Siebenmeter); Moritz Weltgen, Nicolai Theilinger (1), Jonas Link (1), Sigurbergur Sveinsson, Oliver Hess (1), Ole Rahmel (6/4), Martin Stranovsky (3), Nikolai Link (5), Jonas Thümmler, Benedikt Schwandner, Martin Murawski, Sebastian Preiß (3), Bastian Krämer (1), Christoph Nienhaus.

VfL Gummersbach: Carsten Lichtlein (1. bis 21. und bei einem Siebenmeter, drei Paraden), Matthias Puhle (ab 21., 13 Paraden); Tobias Schroeter (n. e.), Simon Ernst (1), Christoph Schindler (3), Julius Kühn (6), Philipp Jaeger (n. e.), Alexander Arnold (n. e.), Magnus Persson (2),  Gunnar Stein Jonsson, Florian von Gruchalla (3), Alexander Becker, Andreas Schröder (1), Raul Santos (8/5).

Siebenmeter: 6:5 – 4:4 (Santos scheitert einmal an Katsigiannis).

Zeitstrafen: 6:8 (Schindler zweimal, Schröder – Theilinger, J. Link zweimal, Krämer).

Schiedsrichter: Christoph Immel / Ronald Klein

Zuschauer: 4.100 (ausverkauft).

Spielfilm: 0:2 (4.), 3:2 (6.), 8:5 (15.), 8:9 (22.), 12:10 – 14:10 (32.), 18:14 (39.), 19:18 (49.), 20:19 (52.), 22:20 (55.), 24:21.

 

Sparkassen Fan TV – Interviews:

 

Stimmen zum Spiel:

Frank Bergemann (Trainer HC Erlangen): „Wir hatten uns heute einiges vorgenommen, aber leider zu wenig umgesetzt. Den ersten Rückstand haben wir noch gut verkraftet, aber dann haben sich die Fehler gehäuft. Auf der einen Seite haben wir Matthias Puhle warmgeworfen, und auf der anderen Seite unsere Paraden zu wenig für die Offensive genutzt.“

Emir Kurtagic (Trainer VfL Gummersbach): „Wir hatten im bisherigen Saisonverlauf viel Glück mit Ausfällen, aber heute hat es uns voll getroffen. Kompliment an meine Mannschaft, wie sie das mit einer tollen Moral weggesteckt hat. Es war ein schwieriges Kampfspiel. Sicherlich hatten wir in einigen Situationen auch das Glück auf unserer Seite, aber insgesamt war der Sieg in meinen Augen verdient.“

Stefan Adam (Manager HC Erlangen): „Ich kann mich nicht freuen. Wir haben zu viele Chancen ausgelassen und waren insgesamt nicht abgeklärt genug, teilweise fahrlässig und naiv. Es gelingt uns einfach nicht, unsere starken Heimspielleistungen auswärts zu übertragen, und das bereitet mir langsam Sorgen, denn so viele Gelegenheiten haben wir nicht mehr.“

Frank Flatten (Manager VfL Gummersbach): „Es war heute nicht leicht für uns, zumal wir zunächst ohne Kreisläufer auskommen mussten und Alexander Becker auch nicht fit war. Durch eine gute Deckungsleistung und einen starken Torhüter haben wir uns aber dennoch behaupten können. Ein Riesenkompliment an unsere fantastischen Fans, die uns heute wieder unglaublich unterstützt haben. Diese Begeisterung benötigen wir auch im nächsten Heimspiel gegen Flensburg.“

 

Sparkassen Fan TV – Pressekonferenz:

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