VfL-Magdeburg 102

Unnötige Niederlage gegen Erlangen

Der VfL Gummersbach unterlag vor 3.685 in der Nürnberger Arena völlig unnötig mit 29:30 gegen den HC Erlangen.

HC Erlangen – VfL Gummersbach 30:29 (14:16).

Durch eine äußerst unnötige Niederlage verpasste es der VfL, seinen starken Saisonstart weiter auszubauen. In einer hektischen Schlussphase behielt der Aufsteiger und Gastgeber denkbar knapp die Oberhand, aber die entscheidenden Fehler passierten vorher. „Diese Schlussphase wäre gar nicht nötig gewesen. Wir müssen uns das selber ankreiden“, erklärte der enttäuschte VfL-Trainer Emir Kurtagic. Die Gäste aus Gummersbach führten das Spiel über weite Strecken an, ohne sich aber entscheidend absetzen zu können. „Chancen dafür gab es genug. Leider haben wir den Gegner selber stark gemacht und die Halle damit auch belebt. Die Vielzahl der Fehler ist für mich unerklärlich“, so Kurtagic weiter.

Eine entscheidende Szene ereignete sich kurz nach der Halbzeit. Nach dem 14:16 zur Pause, erhöhten Evgeni Pevnov und Florian von Gruchalla schnell auf 14:18. Es folgten vier Minuten Überzahl für den VfL, die Erlangen mit 3:0 gewann. In der 36. Minute kam der HC bereits zum 19:19-Ausgleich. „Damit war der Gegner zurück und die Partie wieder völlig offen. Das hätten wir uns ersparen können“, so der Gummersbacher Trainer. Ab diesem Spielstand entwickelte sich eine offene Partie, wobei der VfL immer noch regelmäßig führte. Kapitän Schindler traf zum 21:24 und auch Kevin Schmidt schraubte die Führung mit seinem Siebenmetertor zum 22:25 (50.) auf drei Tore rauf. Sicherheit gab dies dem Gast allerdings nicht.

Nach dem 25:27 durch Andreas Schröder (54.) kam dann die Wende, und die 3.685 Zuschauer in der Nürnberger Arena standen wie ein Mann hinter ihrem Team. Bedingt durch Überzahlsituationen und Fehlwürfe des Gastes, schoss Erlangen vier Tore in Folge und ließ sich den 29:27-Vorsprung in der letzten Spielminute auch nicht mehr nehmen. „Wir haben uns zu dumm angestellt. Wenn man mit zwei guten Torhüterleistungen von Carsten Lichtlein und Matthias Puhle 30 Gegentore kassiert, ist das einfach viel zu viel“, so Kurtagic abschließend. Der Ex-Gummersbacher Ole Rahmel war am Ende mit elf Treffern erfolgreichster Werfer auf dem Feld.

Dabei hatte der VfL Gummersbach bereits in den ersten 30 Minuten überwiegend geführt. Erlangen erwischten den besseren Start in die Partie mit einer 3:1-Führung, aber bereits in der neunten Minute brachte Nationalspieler Julius Kühn seine Mannschaft zum ersten Mal mit 5:4 in Führung. Zwar erzielte Erlangen nach dem 5:7 durch Simon Ernst drei Tore in Folge, aber bereits beim 9:10 durch Florian von Gruchalla (18.) war der Gast wieder in Front. Erlangen konnte dann noch einmal zum 14:14 ausgleichen, aber Mark Bult und Andreas Schröder sorgten innerhalb von 68 Sekunden für die Zwei-Tore-Führung zur Pause.

Torschützen VfL Gummersbach: Simon Ernst (3), Christoph Schindler (1), Julius Kühn (9), Evgeni Pevnov (4), Mark Bult (3), Kevin Schmidt (2/1), Florian von Gruchalla (3), Alexander Becker (1), Andreas Schröder (3).

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