VfL GM - SC Magdeburg

Unglückliche Niederlage in Balingen

Der VfL kämpfte sich in der Bundesliga-Partie in Balingen immer wieder heran, verlor aber am Ende unglücklich mit 28:29.

HBW Balingen-Weilstetten – VfL 29:28 (16:13).

Schade, VfL. In einem offenen Bundesligaspiel kämpften die Oberberger ohne ihren Kapitän leidenschaftlich, aber am Ende standen sie dennoch mit leeren Händen da. Obwohl Balingen in den meisten Spielphasen in Führung lag, gab sich der Gast niemals auf. Nach dem 16:13-Pausenstand, schossen Santos, Ernst, von Gruchalla und Bult den VfL binnen sechs Minuten zum 17:17-Ausgleich. Gummersbach war wieder im Spiel, da die Offensive auch heute in den meisten Momenten zündete.

Andreas Schröder sorgte anschließend sogar für die 19:20-Führung des Gastes (40.). Im Anschluss leisteten sich die Oberberger allerdings wieder eine offensive Auszeit, und Balingen zog auf 23:21 (44.) und 27:23 (52.) davon. Die Partie schien entschieden, aber auch jetzt kam der VfL zurück. Schroeter, Ernst und Santos sorgten für das 27:26 (56.). Balingens Nationalspieler Martin Strobel sorgte in der Schlussphase durch seine Tore zum 28:26 und 29:27 dann für die Entscheidung – Raul Santos‘ Anschluss acht Sekunden vor Schluss kam zu spät.

In Halbzeit eins war das Bild ähnlich. Die ersten 15 Minuten waren offen und die Führungen wechselten mehrfach. Nach dem 11:11 (22.) durch eines von insgesamt sechs Siebenmetertoren durch Raul Santos, leisteten sich der VfL zu viele Fehler im Angriff und Balingen zog durch einen 4:0-Lauf auf 15:11 davon und entschied die erste Halbzeit damit für sich. Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel. Balingen nutzte die Schwächephase des VfL aus, der allerdings niemals aufsteckte und durch eine tolle Moral überzeugt. Schindler-Ersatz Simon Ernst macht auf der Spielmacherposition ebenfalls ein gutes Spiel und warf vier Tore. Torhüter Carsten Lichtlein hielt sein Team mit 12 Paraden ebenfalls in einigen Phasen im Spiel. Bester Werfer bei den Gastgebern waren Fabian Böhm (6) und Jannik Hausmann (6/3).

Kapitän Christoph Schindler fällt länger aus

Christoph Schindler hingegen konnte die Fahrt nach Balingen nicht antreten und wird auch die nächsten 4 bis 5 Wochen ausfallen. Am Montag wurde bei einer Kontrolluntersuchung festgestellt, dass eine partiale Bandverletzung (UCL) im Ellenbogenbereich vorhanden ist. Das Klinikum Oberberg hatte bereits im Januar in Rücksprache mit dem Mannschaftsarzt zur genauen Diagnose einen Ellenbogenspezialisten eingeschaltet.

Zitat Frank Flatten: „Nun haben wir ein konkretes Bild und dadurch auch die Erklärung für Christophs Probleme. Dass die notwendige Pause jetzt mitten in die zweite Saisonhälfte fällt, ist für Christoph und die Mannschaft natürlich ein schwerer Rückschlag. Natürlich hat er auch heute gefehlt, aber ich hoffe, dass es uns gelingt, durch mannschaftliche Geschlossenheit trotzdem weiterhin Punkte zu sammeln.“

VfL: Carsten Lichtlein (1. bis 60., 12 Paraden), Matthias Puhle; Tobias Schroeter (1), Simon Ernst (4), Julius Kühn (2), Magnus Persson, Philipp Jaeger, Joakim Larsson (1), Gunnar Stein Jonsson, Florian von Gruchalla (3), Mark Bult (5), Alexander Becker, Andreas Schröder (3), Raul Santos (9/6).

 

 

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