Der VfL

Historie

Gegründet wurde am 3. März 1861 zunächst der Gummersbacher Turnverein (GTV). Im April 1937 fusioniert der GTV mit weiteren Sportvereinen vor Ort und nannte sich von da an VfL Gummersbach von 1861. Bei diesem Zusammenschluss wurden auch weitere Sportarten in den Verein eingegliedert, unter anderem Handball, Leichtathletik und Wintersport. Die Handball-Abteilung des VfL Gummersbach wurde im Jahre 1923 gegründet. Während in Deutschland noch hauptsächlich Feldhandball gespielt wurde, konzentrierte man sich im VfL bereits sehr früh auf das Spiel in der Halle. 1966, Feldhandball war zu diesem Zeitpunkt noch deutlich populärer, gewann der VfL seine erste deutsche Meisterschaft in der Halle und qualifizierte sich für die neu eingerichtete Bundesliga. Ein Jahr später sorgte der Verein im Europapokal für Furore, als mehrere europäische Spitzenteams besiegt und den Titel erstmals ins Bergische Land geholt wurde. Nach zwei weiteren Meisterschaften 1967 und 1969 erreichte der VfL 1970 erneut das Europapokalfinale, das er gegen das Team aus Ost-Berlin gewann. Insgesamt waren die 1970er Jahre mit vier Meisterschaften, zwei Pokalsiegen sowie fünf Titeln im Europapokal die erfolgreichsten in der Vereinsgeschichte.

Marke

Der VfL Gummersbach ist und bleibt der bekannteste Handballverein. Vom Rekordmeister THW Kiel inzwischen sportlich ein- und überholt, ist der VfL weiterhin in puncto Markenbekanntheit das Aushängeschild des deutschen, wenn nicht sogar des Welthandballs.
85 % aller handballinteressierten Bundesbürger kennen den VfL Gummersbach. Danach folgen der SC Magdeburg mit 83 %, der THW Kiel mit 81 %, Großwallstadt mit 74 % und TUSEM Essen mit 72 %. Auf NRW bezogen erreicht der VfL sogar eine Bekanntheit von 90%. Der VfL Gummersbach konnte seine Bekanntheit seit dem Jahr 2002 (76 %) um 9% auf heute 85 % steigern. Das Interesse am VfL stieg im gleichen Zeitraum sogar um 18% von 36% auf 54%.

Paralell entwickelt sich der Handballsport in Deutschland weiterhin sehr positiv und kann seine Position als Mannschaftssportart Nr. 2 hinter dem Fußball weiter ausbauen und ist klare Nr. 1 beim Hallenteamsport. Mit einem Potenzial von 13,5 Millionen Interessierten ab 14 Jahren liegt Handball deutlich vor Basketball (9,7 Mio.) und Eishockey (9,7 Mio.). Alleine das Interesse an der Handball-Bundesliga konnte im Zeitraum seit 2002 von 6,9 Mio. Interessierten mit heute 12,8 Mio. Interessierten nahezu verdoppelt werden.(Quelle: Sport & Markt 2004)

Struktur

Mit der Gründung der VfL Handball Gummersbach GmbH im Jahre 1997 wurde der Profihandball aus dem Stammverein ausgegliedert, um den wirtschaftlichen Herausforderungen des modernen Spielbetriebs gerecht zu werden. Die Geschäftsführung der GmbH lenkt seither die sportlichen und wirtschaflichen Geschicke der Handball-Profis in der 1. Mannschaft und ein Aufsichtsratsgremium mit Vertretern der freien Wirtschaft und des Vereins kontrolliert diese Steuerung.