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U23: Niederlage gegen Gladbeck

Kopfschüttelnd stand Gummersbachs Trainer Georgi Sviridenko auch Minuten nach dem Abpfiff noch auf dem Platz. Mit 24:27 (16:12) hatte die U23 kurz zuvor gegen den VfL Gladbeck verloren. Eine Mannschaft, die im Tabellenkeller steht und gegen den Abstieg kämpft. Und ein Team, gegen das der VfL im Hinspiel mit 31:23 gewonnen hatte.

Nach einem klaren Erfolg sah es zunächst auch am Sonntagabend aus, denn die ersten 30 Minuten hatte der VfL klar dominiert. Bereits nach sieben Minuten lagen die Gummersbacher durch ein Tor von Robin Teppich mit 6:1 in Führung. Gladbeck kam zwar immer wieder ran, doch keiner der Zuschauer zweifelte ernsthaft daran, dass der VfL am Ende der 60 Minuten als Sieger vom Platz gehen würde. Im Angriff setzten sich Marc Strohl, der unter der Woche wegen eines Infektes noch pausieren musste, Robin John und Lukas Bader ein ums andere Mal durch.
Als beim Stand von 16:12 die Seiten gewechselt wurden, war die blau-weiße Welt noch in Ordnung. Auch nach dem Wiederanpfiff blieb der VfL zunächst auf Erfolgskurs, denn Teppich, Bader und John sorgten dafür, dass die U23 nach 32 Minuten mit 18:13 in Führung lag. Doch Gladbeck merkte, dass bei den favorisierten Gummersbachern was zu holen war. Immer weniger wurden die Emotionen, mit denen die Mannschaft von Georgi Sviridenko auf dem Platz stand, und spätestens beim Stand von 22:22 (50.) war klar, dass der VfL um seine beiden Punkte noch bangen muss. Man hatte den Eindruck, als hätte die Aufholjagd der Gäste die Hausherren geradezu gelähmt. Immer wieder wurde der Torerfolg über die Mitte gesucht, doch da hatte Gladbeck alle Schotten dicht gemacht, so dass der Rückraum auch Kreisläufer Andreas Heyme nur sehr selten fand.

Während Gummersbach mit sich selbst sowie Latte und Pfosten des gegnerischen Tores haderte, zogen die Gäste binnen Minuten auf 26:23 davon und der VfL konnte den beiden Punkten hinterhertrauern, die man offenbar schon viel zu früh auf der Habenseite verbucht hatte. 

„Das ist bitter, dass wir bis zur 40. Minute klar führen, dann aber nicht mehr zulegen können“, sagte Sviridenko. Stattdessen hätten sich die Fehlwürfe gehäuft und die Kraft bei einigen Spielern im Rückraum nachgelassen. „Wobei ich das bei Marc Strohl noch verstehen kann, der unter Woche krank war“, wie der Trainer betonte. „Uns haben die nicht verwandelten Würfe vom Kreis sowie von außen das Genick gebrochen, sagte Sviridenko. „Wir haben es leider verpennt, uns mit zwei Punkten und einem Sieg gegen Gladbeck die Sicherheit für das kommende Spiel gegen Wilhelmshaven zu holen. Wenn wir heute gewonnen hätten, wären wir mit einer ganz anderen Stimmung am kommenden Samstag an den Jadebusen gefahren.“ 

Tore VfL Gummersbach: John (3), Predragovic (2), Heyme (1), Jäckel (1), Teppich (6), Strohl (3), Erlinghagen (3), Bader (5)

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