U23: HSG Krefeld – VfL Gummersbach 32:27 (14:11)

Die Serie ist gerissen: Nach zuletzt vier Siegen und einem Unentschieden in Folge hat die U23 am Abend bei der HSG Krefeld mit 27:32 (11:14) verloren. In einer ziemlich einseitigen Partie fand das Gummersbacher Team zu keiner Phase zu seinem gewohnten Spiel. „Unsere Mannschaft hat als zweitbeste Abwehr der Liga 32 Tore zugelassen. Da müssen wir über einen Sieg nicht mehr nachdenken“, sagte ein enttäuschter Trainer Georgi Sviridenko.

Der VfL lief beinahe die gesamte Partie über einer Führung der schon in den letzten Spielen sehr stark agierenden Gastgeber hinterher. Auch die 11 Tore des wieder genesenen Nemanja Mladenovic konnten die Niederlage in dem erwartet schweren Spiel nicht abwenden. Wobei auch er seine gewohnte Quote nicht ansatzweise erreichen konnte und sich eine Vielzahl von Fehlwürfen leistete. 

Dabei keimte in den Reihen des VfL zu Beginn der zweiten Hälfte noch einmal Hoffnung auf, die Partie doch noch drehen zu können, nachdem sich die Mannschaft erfolgreich auf ein 18:18-Unentschieden herangekämpft hatte. Doch ihr habe am Samstagabend einfach das Feuer gefehlt, das sie in den vergangenen Spielen zum Sieg geführt habe, bedauerte Sviridenko. Und die HSG ließ sich auch nicht beeindrucken und schüttelte den VfL wieder ab. Vor allem Krefelds Niklas Weis war kaum in seinen Kreisen zu stören, der alleine neun Mal für die Gastgeber traf.

Nur in der Anfangsphase konnte der VfL einmal in Führung gehen, als Tobias Schröter nach zehn Minuten zum 4:3 für die Gummersbacher traf. Krefeld ließ sich allerdings davon nicht vom Kurs abbringen und lag nach einem Doppelschlag von Tim Gentges nach knapp 18 Minuten mit 10:6 klar in Führung. Gummersbachs Trainer Georgi Sviridenko zog die grüne Karte. Aber der VfL verlor weiter an Boden, denn nach 22 Minuten stand auf der Anzeigetafel ein 13:6 für die Hausherren und Sviridenko zog erneut Grün. Diesmal mit Wirkung, denn bis zum Pausenpfiff war der VfL wieder auf 11:14 rangekommen und damit in Schlagweite. 

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte kamen die Gummersbacher zunächst besser ins Spiel und glichen nach 38 Minuten durch Robin John zum 18:18 aus. Aber erneut konnten sich die Krefelder einen Vier-Tore-Vorsprung erspielen und lagen somit nach 52 Minuten mit 27:23 in Front. Sviridenko zog noch einmal Grün, doch Krefeld verwaltete seinen Vorsprung über die letzten acht Minuten und ging am Ende mit einem 32:27-Sieg vom Platz, während beim VfL die Köpfe nach unten hingen.

„Das war heute keine gute Leistung. Im Grunde haben wir auf allen Positionen im Vergleich zu den vergangenen Spielen große Ausfälle erlebt“, sagte der Trainer. „Das 6:13 hätte ein deutliches Warnzeichen sein müssen, doch es ging kein Ruck durch die Mannschaft.“ Während Krefeld nach Belieben habe treffen können, sei dem VfL einfach nichts geglückt. „Wir haben mit unserer 4:2-Deckung angefangen, dann auf 5:1 und Manndeckung umgestellt, doch Krefeld hatte immer eine Antwort“, so Sviridenko. Erschwerend sei hinzugekommen, dass sich der VfL eine Fülle technischer Fehler erlaubt habe. Nach dem Ende der Serie kann sich Sviridenko seinen Bart wieder abnehmen, den er sich seit Anfang Dezember hatte wachsen lassen. Für einen weiteren Sieg hätte er sich diesen aber gerne noch länger wachsen lassen.

Tore VfL Gummersbach: Mladenovic (11), John (6), Schröter, Teppich (je 3), Jäckel (2), Strohl, Heyme (je 1).

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