1476056_694867280532195_1810052844_n

U23: 33:40-Niederlage gegen Leichlingen

Die U23 des VfL Gummersbach hat am Abend beim Leichlinger TV mit 33:40 (18:18) verloren. Die Gastgeber wurden allerdings erst in der Schlussphase ihrer Favoritenrolle gerecht, denn bis zur Mitte der zweiten Hälfte hatten die Zuschauer ein Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe gesehen.

Doch nach dem Ausgleich durch Srdjan Predragovic zum 28:28 in der 43. Minute schien beim VfL der Faden gerissen zu sein. Während Gummersbachs Nemanja Mladenovic zwei Mal am Siebenmeterpunkt scheiterte, konnte sich Leichlingen bis zur 49. Minute auf 32:29 absetzen. Und dies auch Dank der Klasse von Jens-Peter Reinarz, der jetzt die wichtigen Tore machte und insgesamt auf neun Treffer kam. Wie schon im Hinspiel in der Gummersbacher Schwalbe-Arena hatte der VfL erneut die Kreise des Ex-Bundesligaprofis nicht wirklich stören können. Spätestens beim Stand von 35:30 in der 52. Minute hatten die Hausherren den Sack zugemacht. Gummersbach fügte sich seinem Schicksal, so dass Leichlingen sein Torverhältnis noch verbessern konnte.

Nach nunmehr zwei VfL-Niederlagen in Folge ist das Team des VfL Gladbeck als aktueller Tabellenvorletzter am Sonntag kommender Woche zu Gast in der Eugen-Haas-Halle. Wenn die Gummersbacher U23 ihren guten einstelligen Tabellenplatz verteidigen will, ist ein Sieg Pflicht. Nicht dabei sein wird Nemanja Mladenovic. Er sah in der 55. Minute beim Stand von 37:32 nach einem Foul am Ex-Gummersbacher Dirk Schumacher die rote Karte. Da die Unparteiischen einen Bericht verfassten, wird er zusätzlich eine Sperre bekommen. „Das war einfach nur dumm“, ärgerte sich VfL-Trainer Georgi Sviridenko über die Aktion seines Spielers.

Dabei hatte die erste Halbzeit auf ein enges Spiel hoffen lassen. Leichlingen kam zwar besser in die Partie, führte nach zehn Minuten mit 5:2, doch den Drei-Tore-Rückstand hatten die Gäste aus dem Oberbergischen bis zur 21. Minute in eine Zwei-Tore-Führung verwandelt, als Andreas Heyme auf 13:11 für den VfL vorlegte. Allerdings ließen sich die Routiniers des LTV davon nicht aus der Ruhe bringen und hatten bis zum Pausenpfiff den 18:18-Ausgleich klargemacht.

Mit diesem Schwung ging Leichlingen auch in die zweiten 30 Minuten, während der VfL an seine in der ersten Hälfte gezeigte Klasse nicht mehr anknüpfen konnte. Das mag wohl auch daran gelegen haben, dass Georgi Sviridenko nicht nur auf Tobias Schröter verzichten musste, sondern zusätzlich auch auf Marc Strohl, der sich in der ersten Hälfte erneut an seinem zuletzt schon lädierten Fuß verletzt hatte.

„Wir haben uns über weite Phasen des Spiels gut verkauft, wobei das Ergebnis aus unserer Sicht sicherlich zu hoch ausgefallen ist“, sagte der Trainer am Abend. Seine Mannschaft habe zu viele Chancen liegen lassen und gleichzeitig nicht aggressiv genug gedeckt. „Der Knackpunkt war sicherlich, dass wir in der entscheidenden Phase Mitte der zweiten Halbzeit zwei Siebenmeter nicht verwandeln können und in doppelter Unterzahl unsere Chancen einfach nicht nutzen.“ Am Ende habe einfach die Erfahrung gesiegt.

VfL Gummersbach: John (2), Predragovic (5), Mladenovic (8), Heyme (4), Jäckel (5), Teppich (6), Strohl (1), Bader (2).

Zur Übersicht Zum Archiv