DKB Handball VfL Gummersbach - SG Flensburg-Handewitt

Schweres Gastspiel im hohen Norden

Nach zwei Heimspielen muss der VfL am Mittwoch (20:15 Uhr) wieder auswärts ran, und Emir Kurtagic und seine Jungs freuen sich bereits auf das "Fernsehspiel" beim Champions-League-Sieger SG Flensburg-Handewitt.

SG Flensburg-Handewitt – VfL Gummersbach (Mittwoch, 20:15 Uhr).

Wenn die Reise zum nächsten Auswärtsspiel beim amtierenden Champions-League-Sieger geht, dann muss über die Favoritenrolle nicht lange diskutiert werden. Und die SG Flensburg-Handewitt, die derzeit mit 16:6 Punkten hinter den Rhein-Neckar-Löwen, THW Kiel und Frisch Auf! Göppingen auf dem 4. Tabellenplatz rangiert, hat sich für das Heimspiel gegen den VfL Gummersbach das nötige Selbstvertrauen gesichert. Schließlich kehrten die Schützlinge von Erfolgscoach Ljubomir Vranjes mit einem 31:22 (18:12) beim TSV GWD Minden von der Weser an die dänische Grenze zurück, wobei sich die SG von der ersten Heimniederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen gut erholt zeigte. Außer gegen den Vizemeister aus Mannheim kassierten die Flensburger in dieser Saison lediglich in den Auswärtsbegegnungen beim THW Kiel (26:30) und SC Magdeburg (26:29) Niederlagen.

„Wir haben ein Fernsehspiel beim Champions-League-Sieger in einer tollen Halle mit tollen Zuschauern. Was will man mehr?“, erklärt VfL-Trainer Emir Kurtagic, der sich bereits am morgigen Dienstag mit seinen Jungs auf die Reise in den hohen Norden macht. Einen Sieg erwartet Niemand von seiner Mannschaft, aber umsonst solle die Reise dennoch nicht sein. „Wir wollen ein gutes Spiel machen und uns gut präsentieren“, so Kurtagic, der bei seinen Jungs nach den beiden etwas enttäuschenden Spielen gegen Göppingen und Hannover keine Nachwirkungen mehr feststellen konnte. Natürlich wären alle Spieler sehr enttäuscht gewesen, ebenso wie die Zuschauer, aber jetzt richtet sich der Blick nach vorne.

Flensburg habe nach dem durchwachsenen Saisonstart zu alter Stärke zurückgefunden und sei natürlich auf allen Positionen überragend besetzt. „Wie bereits erwähnt. Bei uns überwiegend die Vorfreude eindeutig. Wir möchten uns so teuer wie möglich verkaufen“, so Kurtagic weiter, der seine Mannschaft weiterhin auf einem sehr guten Weg sieht. Und Enttäuschungen gehören nun einmal dazu, zumal die meisten Spielen sehr knapp zugehen, und das ausgeglichene Punktekonto sei gar nicht einmal so schlecht. Dieses steht allerdings am Mittwoch zum ersten Mal so richtig auf dem Spiel, denn der Gegner ist zweifellos ein Titelanwärter.   

Das Team der SG Flensburg-Handewitt ist gespickt mit vielen Weltklasseakteuren und ist auf jeder Position jeweils mit zwei Topspielern besetzt. Im Tor ist der schwedische Weltklassetorhüter Matthias Andersson allerdings die unbestrittene Nummer eins, an dem auch die VfL-Werfer in der Vergangenheit schon oft verzweifelt sind. Die Devise muss also lauten: Andersson nicht warm zu werfen, denn wenn der 36-jährige Schwede erst mal richtig auf „Betriebstemperatur“ ist, ist er kaum noch zu bezwingen.

Das Aufgebot der Flensburger gleicht auch einer Skandinavien-Auswahl, denn neben Andersson gehören auch Spielmacher Thomas Mogensen, Linksaußen Anders Eggert, Rechtsaußen Lasse Svan (alle Dänemark) und  Abwehrchef Tobias Karlsson (Schweden) zur „Erste-Sieben-Aufstellung“ der SG, außerdem stehen sechs weitere skandinavische Akteure im Aufgebot. Und seit seinem kurzen Intermezzo als serbischer Nationaltrainer hat Vranjes auch einen heißen Draht zum Balkan, was sich in der Verpflichtung der beiden serbischen Nationalspieler Drasko Nenadic (Stammspieler im halblinken Rückraum) und Rechtsaußen Bogdan Radivojevic zeigt. Komplettiert wird das Team des Champions-League-Siegers durch drei deutsche Nationalspieler: Die beiden Weltmeister von 2007 Holger Glandorf und Lars Kaufmann, der nach langer Verletzungspause in dieser Saison sein Comeback feiert, und Kreisläufer Jacob Heinl.

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