VfLGM-SG_Flens_ISI_8036

Schwere Aufgabe in der "Hölle Nord"

Beim VfL Gummersbach gibt es keine Zeit, um die Wunden aus der 25:30-Niederlage gegen die MT Melsungen zu lecken. Das Programm in der DKB Handball-Bundesliga geht für die Mannschaft von Emir Kurtagic schon am Mittwochabend in der Flensburger Campushalle weiter. Torhüter Puhle und VfL-Kapitän Schindler werden fehlen.

Nach dem Tabellensechsten Melsungen wartet jetzt der Tabellendritte Flensburg auf den VfL. Die Aufgabe dürfte also nicht leichter werden. Hoffnung macht aber die Auswärtsstärke der Gummersbacher. 13 der insgesamt 18 Punkte wurden in fremder Halle gewonnen. Ob die Auswärtspunkte 14 und 15 in der „Hölle Nord“ dazu kommen werden, ist fraglich. Der VfL Gummersbach ist am Mittwochabend (19:00 Uhr) klarer Außenseiter, auch das Hinspiel verlor man deutlich mit 24:32.

Trotzdem gilt es auch in Flensburg alles zu geben, um die wichtigen Punkte gegen den Abstieg frühzeitig zu sammeln. Gegen Melsungen sah das am Sonntag nur in den ersten 20 Minuten gut aus. Die Aufgabe in Flensburg muss somit lauten, möglichst über 60 Minuten konstant eine gute Leistung zu bringen. Doch der letzte Sieg einer Gummersbacher Mannschaft gegen die SG ist schon fünf Jahre her, nach dem letzten Erfolg in Flensburg datiert im Dezember 2005. Damals gewann der VfL mit 34:32, der erfolgreichste Torschütze damals war der legendäre Kyung-shin Yoon.

VfL-Trainer Emir Kurtagic muss darüber hinaus auf fünf Spieler verzichten. Neben den langzeitverletzten Philipp Jaeger, Tobias Schröter und Jan-Lars Gaubatz, können auch Christoph Schindler (Virusinfekt/Nebenhöhleninfekt) und auch Torhüter Matthias Puhle (Magen-Darm-Virus) nicht mitfahren. Fredrik Larsson hat Knieprobleme und wird angeschlagen in die Partie gehen, die von den Schiedsrichtern Hanspeter Brodbeck und Simon Reich gleitet wird. 

„Die Ausfälle tun uns schon weh, aber wir haben in Flensburg nichts zu verlieren. Die SG ist in diesem Spiel ganz klarer Favorit. Aber wir werden alles dafür geben uns dort gut zu präsentieren und vielleicht können wir am Mittwochabend einen Überraschungsmoment nutzen“, sagte Trainer Emir Kurtagic. Einen solchen Moment erkämpfte sich sein Team auch in Kiel. Damals führte der VfL bis kurz vor dem Ende und schrammte nur wenige Sekunden an einem Punktgewinn vorbei. Daran und an die Heimniederlage von Sonntag darf kein VfL-Profi mehr denken, wenn er vor der rund 9-stündigen Fahrt den Mannschaftsbus betritt. Doch es wird ohne Zweifel eine schwere Reise in die „Hölle Nord“ für den VfL Gummersbach.

Zur Übersicht Zum Archiv