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Punktgewinn bei den Recken

Auf der Zielgeraden der Saison legt der VfL Gummersbach einen richtigen Schlusssprint hin. Mit dem 30:30 (16:13) in Hannover ist die Mannschaft von Emir Kurtagic jetzt bereits seit vier Spielen ungeschlagen. Zwei Siege und zwei Unentschieden sind die Ausbeute der letzten Wochen. Dabei hätte man wie in Magdeburg auch in Hannover das Spiel fast gewonnen. Kurz vor Schluss führte der VfL mit 30:28, doch am Ende kam man nicht über eine Punkteteilung hinaus. Raul Santos mit acht Toren und Carsten Lichtlein waren die besten Spieler der Gummersbacher. Lichtlein war fünfmal vom Siebenmeterpunkt nicht zu bezwingen. Der VfL bleibt mit dem 13. Auswärtspunkt der Saison auf dem 12. Platz der Tabelle.

Ohne Linkshänder Mark Bult startete der VfL Gummersbach in Hannover schwer in den 33. Spieltag. Die Recken führten schnell mit 3:0. Der VfL ließ sich in der Folgezeit aber nicht abschütteln, blieb nach dem 5:6-Anschlusstreffer von Raul Santos aus der 11. Spielminute zunächst auf Schlagdistanz. Doch das Team von Emir Kurtagic leistete sich noch in der ersten Halbzeit zu viele unnötige Ballverluste und Hannover zog davon.

Nur dank Carsten Lichtlein im VfL-Tor konnten die Recken diese Schwächephase der Gäste nicht vorentscheidend nutzen. Trotzdem handelte sich Gummersbach in der 21. Spielminute einen Sechs-Tore-Rückstand ein. Vasko Sevaljevic traf zum 14:8 für Hannover. Doch der VfL kam daraufhin zurück ins Spiel: Florian von Gruchalla, Fredrik Larsson und Michal Kopco verkürzten bis zur 27. Minute auf 11:14. So ging man auch nur mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Pause.

Doch als nach zehn Minuten in der zweiten Halbzeit Jan-Fiete Buschmann die Recken-Führung mit dem 22:18 weiter konstant hoch halten konnte, sah es nicht nach einem VfL-Auswärtserfolg aus. Doch Gummersbach kam plötzlich zurück: Dank des schnellen Raul Santos und der Treffsicherheit von Barna Putics, verkürzte der VfL nur vier Minuten bis auf 22:23. Als dann Csaba Szücs nach der dritten Zeitstrafe die rote Karte sah, kippte das Spiel. Hannover verlor den Faden und der VfL nutzte die unsortierte Deckung und ging erstmals mit 26:24 in Führung.

Es folgte ein spannende Schlussphase: Zunächst glich Hannover wieder aus. Doch drei Minuten vor Schluss versenkte zunächst Barna Putics auch seinen fünften Siebenmeter sicher, dann hielt der überragende Lichtlein gegen Mait Patrail und im Gegenzug machte Santos das 30:28 für den VfL 2:20 Minuten vor dem Ende. Viel Zeit für die Recken und das auch noch in Überzahl, da Joakim Larsson sich eine späte Zweiminutenstrafe einhandelte. Der VfL agierte jetzt unglücklich und Hannover gelang in den letzten Minuten doch noch der 30:30-Ausgleich.

Eine über 60 Minuten gesehen gerechte Punkteteile. Der VfL bleibt damit auf dem 12. Platz der Tabelle und schließt eine starke Saison in der Fremde mit einem erneuten Punktgewinn ab. Am Samstag kommen die Rhein-Necker Löwen in die bereits restlos ausverkaufte SCHWALBE arena.

Statistik:

Tore Hannover: Johannsen (6/2), Sevaljevic (5/2), Lehnhoff (5/1), Szücs (3), Hykkerud (3), Patrail (3), Ferrer Vecilla (2), Buschmann (2), Andreu Candau (1)

Tore VfL Gummersbach: Santos (8), Putics (7/5), von Gruchalla (6), Kopco (3), Larsson (2), Schindler (2), Schröder (2)

Zeitstrafen: 14:6 Minuten, Rote Karte: Szücs (48.)

Siebenmeter: Hannover 5/10, Gummersbach 5/5

Stimme zum Spiel:

Emir Kurtagic (Trainer VfL Gummersbach): „Ich bin wirklich sehr glücklich. Ohne Mark Bult haben wir ein gutes Spiel gezeigt. Moral und Wille haben gestimmt. Jetzt können die Rhein Neckar Löwen kommen.“

Highlights:

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