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Matthias Puhle vor dem ersten Spiel in Lübbecke

In der Woche vor dem Spiel gegen Lübbecke gab es beim VfL Gummersbach viel Bewegung. Carsten Lichtlein ist zum zweiten Mal Vater geworden und mit Matthias Puhle hat er auch einen neuen Torhüter an die Seite bekommen, der per Blitztransfer auf Borko Ristovski folgte. Fredrik Larsson ist unterdessen wieder ins Training eingestiegen und komplettiert den VfL-Kader. Mit Nemanja Mladenovic hat aber auch ein Spieler in dieser Woche den Verein verlassen. Der Serbe spielte aber schon seit einigen Wochen nur noch für die zweite Mannschaft des VfL Gummersbach.

Zum ersten Auswärtsspiel des VfL Gummersbach im Handballjahr 2014 tritt die Mannschaft am Samstag um 19:00 Uhr beim TuS N-Lübbecke an. Trainer Emir Kurtagic kann dabei auf alle Spieler zurückgreifen. Auch Spielmacher Fredrik Larsson hat seinen fiebrigen Infekt auskuriert und trainiert seit über einer Woche wieder mit der Mannschaft. Erstmals mit im VfL Kader wird auch Torhüter Matthias Puhle stehen. Vor einer Woche wechselte der 28-Jährige aus Balingen nach Gummersbach. Am Samstag wird er erstmals mit Carsten Lichtlein das neue Torhüter-Gespann bilden. Im Interview schildert der Neuzugang, wie schnell es zum Wechsel gekommen ist.

–       Wie waren deine ersten Tage beim VfL Gummersbach? 

Puhle: „Ziemlich stressig aber schön. Die Mannschaft hat mich richtig gut aufgenommen und auch mit dem Trainer konnte ich schon das ein oder andere gute Gespräch führen. Alles war bisher sehr sehr positiv und jetzt freue ich mich einfach nur, auf die Aufgaben, die jetzt hier folgen und hoffe, dass alles gut wird.“

–       Wie sahen die Tage als der Wechsel konkreter wurde für dich aus?

Puhle: „Ja, das ging plötzlich alles sehr schnell. Der Anruf kam letzte Woche donnerstags, am Freitag war dann alles soweit vorbereitet und schon fertig. Dann bin ich in Balingen verabschiedet worden und hab noch so viel Zeit wie möglich versucht mit meiner Freundin zu verbringen, ehe es dann am Sonntag schon nach Gummersbach ging. Um Mitternacht bin ich dann hier aufgeschlagen und am Montag um 9:30 Uhr war schon Training. Also es war alles sehr stressig, aber jetzt freue ich mich einfach auf die Aufgabe in Gummersbach. Wir waren sowieso schon im Gespräch für einen Transfer zur nächsten Saison. Das jetzt alles so schnell gegangen ist, war schon krass, aber ich freu mich drauf.“

–       Wie geht es jetzt abseits der Platte für dich weiter? Jetzt wird der Umzug wohl noch vor dem Sommer ablaufen oder?

Puhle: „Definitiv. Meine Freundin packt jetzt schon die Koffer und muss noch ein paar Sachen regeln. Aber dann hoffe ich, dass sie so schnell wie möglich nachkommt. Dann suchen wir uns was Schönes hier. Mir gefällt das Bergische schon richtig gut, vor allem ist es dann in die Heimat nach Duisburg nur noch eine Stunde mit dem Auto und das sind schon neben dem Spielfeld viele Dinge, die für einen schnellen Umzug und den Standort Gummersbach sprechen.“

–       Wie sieht für dich die sportliche Herausforderung in Gummersbach aus?

Puhle: „Ich hoffe, dass ich mit Carsten Lichtlein ein gutes Gespann bilden kann und wir uns auch viel austauschen können. Aber ich hoffe vor allem dann, wenn mich die Mannschaft braucht, auch dem Team helfen zu können. Ich bin ein Mannschaftsspieler und mir ist es nicht so wichtig, in der ersten Reihe zu stehen. Wichtig ist, dass wir zusammen die nötigen zwei Punkte einfahren und dann kann man sich auch zusammen feiern lassen.“

–       Mit Carsten Lichtlein steht ein sehr extrovertierter Keeper zwischen den Pfosten, der auf der Platte den Emotionen freien Lauf lässt. Was für ein Typ bist du?

Puhle: „Privat bin ich eher der ruhige Typ, der gerne lange schläft und eher gemütlich auf der Couch mit ein paar Freunden Zeit verbringt. Auf der Platte kommt es ganz auf die Situation an. Es kann auch passieren, dass ich emotional explodiere, manchmal passiert das auch ungewollt. Aber sonst bin ich eher der ruhige Stellungsspieltorhüter.“

Mladenovic wechselt nach Rostock

Unterdessen verlässt Nemanja Mladenovic den VfL Gummersbach mit sofortiger Wirkung und wechselt in die zweite Liga zum HC Empor Rostock. Dort erhält der 20-Jährige zunächst einen Vertrag bis zum Sommer 2015.

Erst am Ende des letzten Jahres war Mladenovic aus disziplinarischen Gründen in die zweite Mannschaft des VfL Gummersbach versetzt worden. Die Vereinsführung hatte sich in Abstimmung mit dem Mannschaftsrat zu diesem Schritt entschlossen. Über die genauen Gründe hat und wird der Verein in der Öffentlichkeit aus Rücksichtnahme Stillschweigen bewahren. Seit der Versetzung in die zweite Mannschaft gab es zahlreiche Gespräche auch unter Einbindung der Handballakademieführung. In diesen wurde Mladenovic auch die Chance gegeben, sich zurück in die erste Mannschaft zu spielen.

„Letztlich war insbesondere Nemanja mit dieser Situation sehr unzufrieden, was man ihm auch bei der zweiten Mannschaft angesehen hat“, sagt VfL-Geschäftsführer Frank Flatten. Mladenovic sah im Drittligaspiel gegen Leichlingen nach einer groben Unsportlichkeit die rote Karte.

So wird er auch seinem neuen Arbeitgeber mindestens ein Spiel fehlen. Doch der Neuanfang in Rostock sei für beide Seiten ein sinnvoller Schritt. Schließlich gilt es auch seine sportliche Entwicklung weiterhin zu fördern, so Flatten, der Mladenovic in Rostock alles Gute wünscht. „Ich wünsche Nemanja viel Glück mit der neuen Herausforderung. Wir haben viel in seinen Weg investiert, doch wir können diesen Weg jetzt nicht mehr begleiten.“

Mladenovic ist bereits in dieser Woche nach Rostock gereist und wurde heute in einer Pressekonferenz offiziell beim HC Empor Rostock vorgestellt.

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