Knappe 22:23-Niederlage gegen Magdeburg

Der VfL Gummersbach zeigte sich im Heimspiel gegen den SC Magdeburg kämpferisch und stark verbessert. Doch in den entscheidenden Phasen fehlte dem VfL die nötige Entschlossenheit. Magdeburg behielt am Ende etwas glücklich mit 23:22 (11:11) die Oberhand.

Samstag, 16. November 2013, 15:00 Uhr

VfL Gummersbach – SC Magdeburg 22:23 (11:11)

SCHWALBE arena, 3710 Zuschauer – Schiedsrichter: Christoph Immel, Ronald Klein

Die 3710 Fans in der SCHWALBE arena erwarteten ein deutliches Zeichen der Mannschaft, nach den zuletzt herben Niederlagen gegen Flensburg, Berlin und Minden. Ohne die verletzten Andreas Heyme, Andreas Schröder und Fredrik Larsson musste der VfL Gummersbach gegen den SC Magdeburg gleich auf frei Spieler verzichten.

Die Anfangsphase gehörte dabei dem VfL. Aggressiv in der Abwehr und erfolgreich in den Gegenstöße zeigte der VfL den vermissten Kampfgeist schon zu Beginn. Joakim Larsson traf schon nach sieben Minuten zur 4:1-Führung. Gerade in der Defensive zeigte sich der VfL im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen Berlin um Welten besser. Einziges Manko der ersten 15 Minuten war die Chancenverwertung.

Nach starken Paraden von Carsten Lichtlein ließ die Mannschaft zu Beginn zu viel liegen. So kam der SC Magdeburg schnell wieder ins Spiel. Nach dem 4:5 durch Stefan Kneer glich eine Minute später Matthias Musche für die Gäste erstmals wieder aus. Für eine gute Leistung belohnte sich Gummersbach auch in der Folgezeit nicht. Statt der erneuten Zwei-Tore-Führung scheiterte Florian von Gruchalla im Gegenstoß am ebenfalls stark spielenden Dario Qeunstedt im SCM-Tor und Magdeburg konnte wieder ausgleichen. 6:6 nach 20 Spielminuten.

Doch der VfL Gummersbach zeigte sich weiter fest entschlossen, heute die Wiedergutmachung mit einem Erfolg zu schaffen. Nach Paraden von Carsten Lichtlein bauten zwei Tore von Raul Santos und ein Treffer von Jörg Lützelberger VfL die Führung nach 24 Minuten bis auf 9:6 aus. Doch diese Führung bestand nur knappe drei Minuten. Magdeburg nutzte die Gummersbacher Abschlussschwäche, glich zum 9:9 aus und ging in der 29. Minute erstmals durch Robert Weber in Führung. Dank Jörg Lützelberger ging es dann mit 11:11 in die Halbzeitpause.

Ausgeglichen und hart umkämpft begann die zweite Halbzeit. Doch nach sieben Minuten gelang den Gästen die erste deutlichere Führung. Beim VfL schlichen sich jetzt immer mehr Fehler im Aufbauspiel ein und der SC Magdeburg nutzte diese konsequent und ging durch Jure Natek in der 38. Spielminute mit 17:14 in Führung. Doch der VfL kam eindrucksvoll zurück. Erst verkürzte Raul Santos per Gegenstoß, dann traf Nemanja Mladenovic zum 17:17-Ausgleich.

Jetzt stand die Arena Kopf, die Wiedergutmachung war bis zu diesem Zeitpunkt gelungen. Statt Pfiffe schallten heute laute „VfL-VfL“-Rufe durch die fast ausverkaufte Arena. Das belohnte die Mannschaft dann sogar noch mit der erneuten Führung. Mladenovic traf zum 18:17 für den VfL.

Doch ähnlich wie in der ersten Halbzeit gelang des dem VfL nicht, die Führung trotz Überzahl und klarer Chancen auszubauen. Aber die Mannschaft hielt ein, was sie vor dem Spiel versprochen hatte. Sie kämpften gemeinsam für den Erfolg. Magdeburg gelang fast zehn Minuten kein Tor mehr. Erst in der 47. Minute nutzte Barna Putics in Überzahl eine Lücke in der SCM-Abwehr zum überfälligen 19:17.

Es blieb aber weiter spannend, Magdeburg hatte noch nicht aufgesteckt und traf in 50. Minute per Siebenmeter erneut zum Ausgleich. Mit 19:19 ging es in die letzten zehn Minuten. Die Spannung war greifbar, alle fragten sich, ob die Nerven der Gummersbacher standhalten würden.

Als dann Jörg Lützelberger zwei Minuten auf die Bank musste und die Gäste in der Folgezeit ihrerseits wieder mit drei Toren in Führung gehen konnten, sprach nur noch wenig für einen durchaus verdienten Heimsieg. Dem VfL ging die Luft aus und Michal Kopco sah kurz vor Schluss die rote Karte. Trotzdem kämpfte sich der VfL nochmals bis auf 22:23 heran, aber am Ende fehlte die Zeit für den Ausgleich.

Tore VfL Gummersbach: Putics (7), Santos (5/2), von Gruchalla (3), Mladenovic (2), Lützelberger (2), Gaubatz (1), J. Larsson (1), Kopco (1)

Tore SC Magdeburg: Weber (8/1), Kneer (6), Haaß (2), Natek (2), Musche (2), Oneto (1), Janke (1), von Olphen (1)

Strafen: 8/10 Minuten, Rote Karte gegen Michal Kopco 57:41

Zur Übersicht Zum Archiv