VfL-Logo

Große Einschränkungen durch Hallenschließungen in Gummersbach für den Breitensport

Mit großer Überraschung hat der Leistungssport des VfL Gummersbach die von Herrn Kay Wegermann, 1. Vorsitzender des TV Strombach, versendete Pressemitteilung des TV Strombach zur Kenntnis genommen und ist ebenso irritiert über die daraus resultierende abschließende Berichterstattung, die Detailinformationen falsch wiedergibt.

Wir sehen uns aufgrund der vermeintlichen Vorwürfe genötigt, die Öffentlichkeit über den Sachverhalt korrekt zu informieren und bitten um entsprechende Beachtung.

Am vergangenen Donnerstag, den 22.10.2015 gab es auf Einladung des Bürgermeisters Frank Helmenstein eine Zusammenkunft folgender Vereinsvertreter der von den Hallenschließungen betroffenen Gummersbacher Vereinen sowie folgender Mitglieder der Stadtverwaltung:

Frank Helmenstein (Bürgermeister), Ira Zettler (Stadtverwaltung), Frank Hüttebreucker (Stadtverwaltung), Kay Wegermann (TV Strombach), Hartmut Markeli (TV Strombach), Oliver Meyer (TuS Derschlag), Bernd Vorländer (TV Gelpetal / HSG Gelpetal), Anne Skodzik (VfL Gummersbach e.V.), Frank Flatten (VfL Gummersbach GmbH), Jörg Lützelberger (Handballakademie VfL Gummersbach), Jan Schneider (Handballakademie VfL Gummersbach), Raoul Halding-Hoppenheidt (Beigeordneter des Stadtrats)

Der Geschäftsführer der GmbH Frank Flatten, wurde einen Tag vor der Sitzung als Verantwortlicher für den Leistungssport VfL Gummersbach ebenso hinzugebeten.

Inhalt der Gesprächsrunde war überwiegend die Trainingssituation für die beteiligten Vereine des Breitensports und die Konsequenzen, die zu erwarten sind aufgrund der Schließung beider Kreisporthallen in Gummersbach.

Inhalt der Zusammenkunft sollte sein, wie die Trainingszeiten im Breitensport gerecht verteilt werden können, wobei die Problematik ausschließlich Gummersbacher Vereine betrifft, da beide Kreissporthallen in Gummersbach stehen. Innerhalb dieser Gesprächsrunde wurde von Herrn Wegermann (TV Strombach) selbst mehrfach und mehr als deutlich formuliert, dass „niemand an die Hallenzeiten der GmbH und des Leistungssports heran wolle“, diese demnach „außen vor stünden und vielmehr ein Zusammenarbeiten leistungsgleicher Mannschaften der Vereine eine sinnvolle Möglichkeit wäre, die derzeitig stark in Mitleidenschaft gezogene Hallensituation zumindest teilweise zu entzerren“. Losgelöst von den Vorwürfen hat der Geschäftsführer der VfL Handball Gummersbach GmbH, Frank Flatten, bei dem Termin zugesichert, seitens des Leistungssports mögliche Lösungen, z. B. über die Anbietung sogenannter Traglufthallen, in Erfahrung zu bringen, wie auch intern zu eruieren, inwieweit mögliche Hallenzeiten anderweitig verwendet werden könnten. Vor dem Hintergrund, dass die SCHWALBE arena eine „private Halle“ ist, ist sicherlich neben der möglichen Zustimmung der hiesigen Gesellschafter auch die Übernahme von anfallenden Zusatzkosten und -erstattungen zu diskutieren.

Im Anschluss an die Gesprächsrunde hat der VfL Gummersbach bereits Kontakt aufgenommen mit Anbietern für Traglufthallen und innerhalb des Leistungssportes ebenso darüber diskutiert, ob es mögliche Hallenzeiten gäbe, die der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden könnten. Dies ist erforderlich, um mögliche Szenarien überhaupt diskutieren zu können. Die anfallenden Kosten werden derzeit erarbeitet.

Der VfL Gummersbach weist ausdrücklich darauf hin, dass er sich der Problematik durchaus bewusst ist und begrüßt in diesem Zusammenhang, dass eine sachliche Berichterstattung nicht mit falschen Wiedergaben – trotz besseren Wissens – innerhalb der Medien kommuniziert wird. Zitat Frank Flatten: „Wir wollen uns aber nun nicht auf das Niveau von Kay Wegermann begeben und werden uns um die angetragene Problematik, unter Berücksichtigung der diversen Aspekte der privatwirtschaftlichen Nutzung der SCHWALBE arena, bemühen.“

Bereits letztes Wochenende hat der VfL Gummersbach zur Vorbereitung einer möglichen Diskussion mit dem Leistungssport (1. Mannschaft und Akademie) gesprochen, welche Möglichkeiten überhaupt bestehen. Zusätzlich fand bereits am Dienstag ein erstes Gespräch mit Anbietern möglicher mobiler Alternativhallen statt. Dieser Aufgabe stellen wir uns, obwohl dies eigentlich Aufgabenstellung des Kreises bzw. der Stadt ist. „Wir versuchen hier Hilfestellungen zu geben und weitere Möglichkeiten zu erarbeiten“. Bereits in der Vergangenheit hat der Profibereich des VfL Gummersbach Trainingszeiten auch dem Breitensport zur Verfügung gestellt. Wir möchten betonen, dass die externe Nutzung nicht in der Entscheidungsgewalt der VfL Handball Gummersbach GmbH liegt. Hier sind auch die Eigentümer sicherlich zu befragen und entstehende Kosten zu berücksichtigen.

Jan Schneider (Geschäftsstellenleiter der Handballakademie VfL Gummersbach): „Ich halte es für absolut unprofessionell, dilettantisch und moralisch verwerflich, den Leistungssport des VfL Gummersbach derart an den Pranger zu stellen, der in einer gemeinsamen Runde seine Bereitschaft zur internen sowie externen Kooperation mehr als deutlich gemacht hat! Hier sind die entsprechenden Voraussetzungen natürlich erst zu klären.“

Jörg Lützelberger (Co-Trainer der Bundesligamannschaft und Sportlicher Leiter der Handballakademie VfL Gummersbach): „Dass diese polemische Anschuldigung von einem Verein kommt, den der VfL Gummersbach im letzten Jahr noch mit zwei Spielern unterstützt hat, ist für mich nach der Gesprächsrunde am Donnerstag unbegreiflich.“

Eine Mail oder einen Anruf vor der Sitzung am Donnerstag hat es nicht gegeben. Die offensichtliche Falschmeldung soll nur dazu dienen, den schwarzen Peter dem Leistungssport VfL Gummersbach zuzuschieben, wo er sicherlich nicht hingehört. Wir versuchen natürlich in einer Situation zu helfen, die wir jedoch nicht verursacht haben.

Gummersbach, 28.10.2015

 

Zur Übersicht Zum Archiv