VfL Gummersbach - SG BBM Bietigheim

Flatten: "Partie richtungsweisend"

Die 3. Runde im DHB-Pokal wurde souverän erreicht, und bereits am kommenden Sonntag (17:15 Uhr) wartet das wichtige Auswärtsspiel in Minden auf die Mannen von Emir Kurtagic.

Vorbericht Handball-Bundesliga

TSV GWD Minden – VfL Gummersbach (Sonntag, 17:15 Uhr)

„Diese Partie ist richtungsweisend für uns“, weiß VfL-Manager Frank Flatten, der bereits unmittelbar nach dem souveränen Pokalerfolg gegen Bietigheim den Fokus auf die wichtige Partie in Minden legte. Diese Aussage verwundert nur auf den ersten Blick, denn in dieser Saison ist die Bundesliga spannend wie lange nicht mehr. Lange vermisste Überraschungen sind wieder an der Tagesordnung, und die Nichtabsteiger werden fleißig Punkte sammeln müssen.

„Wenn wir die Partie gewinnen, können wir uns nach oben orientieren. Bei einer Niederlage müssen wir nach unten gucken“, so Flatten weiter, der seinen Jungs aber beim extrem heimstarken TSV einen Sieg zutraut. Überwiegend überzeugende Leistungen begleiten den VfL, gepaart mit gelegenlichen Ausrutschern, die aber auch völlig normal sind. „Wir sind immer noch im Entwicklungsprozess, aber Potenzial und Einstellung überzeugen mich“, so Flatten weiter, der gegen Bietigheim unter anderem eine überragend Torhüterleistung von Matthias Puhle sah. Der zweite Anzug passt also auch, und das kann auch in Minden den Ausschlag geben.

Der TSV GWD Minden geht nach dem 29:25 (15:14)-Heimsieg gegen den Gummersbach-Bezwinger HC Erlangen, wodurch sich die Ostwestfalen mit nunmehr 8:12 Punkten auf den 14. Tabellenplatz verbesserten, mit neuem Selbstvertrauen in die Partie gegen den VfL. Die Schützlinge von Emir Kurtagic dürften also gewarnt sein, zumal der letzte Ausflug an die Weser auch nicht in bester Erinnerung sein dürfte, denn im Vorjahr gab es für die Gummersbacher im Duell der Altmeister eine 24:27-Niederlage in Minden.

Mit dem slowenischen Torjäger Nenad Bilbija und Sören Südmeier muss TSV-Trainer Goran Perkovac zwar auf zwei Langzeitverletzte verzichten, aber die Ostwestfalen verfügen dennoch über so viele Einzelkönner, dass die Grün-Weißen nach Einschätzung fast aller Experten in dieser Saison nichts mit dem Abstiegskampf in der „stärksten Liga der Welt“ zu tun haben dürften. Und auch im TSV-Lager selbst richtet man den Blick nur nach oben und hat sich mindestens 30 Punkte zum Saisonziel gesetzt.

Zu dem gestiegenen Optimismus (Trainer Perkovac: „Wir sind stärker als in der vergangenen Saison“) haben vor allem die namhaften Verstärkungen vor der Saison beigetragen. So wechselten Torhüter Gerrit Eiljlers und Kreisläufer Marco Oneto vom SC Magdeburg an die Weser, der 105fache slowenische Nationalspieler Miladin Kozlina kam von RK Vadar Skopje nach Minden und vom der „verlorene Sohn“ Arne Niemeyer kehrte vom Lokalrivalen TuS N-Lübbecke zu seinem Heimatverein zurück.

Kopf der Mannschaft ist aber nach wie vor der schwedische Natioalspieler Dalibor Doder, der zusammen mit Torhüter Jens Vortmann und Linksaußen Aljoscha Schmidt, der vom Fachmagazin „Handballwoche“ auch in die „Mannschaft der Woche“ berufen wurde, auch zu den Sieggaranten gegen Erlangen gehörte. Die interne Torschützenliste der Mindener wird von dem wurfgewaltigen Halbrechten Christoffer Rambo mit 40 Feldtoren, gefolgt von Aljoscha Schmidt (39/14) angeführt.

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