Fazit der Europameisterschaft

Auf drei VfL-Profis musste Trainer Emir Kurtagic während der bisherigen Vorbereitung verzichten. Barna Putics, Raul Santos und Borko Ristovski kämpften mit Ungarn, Österreich und Mazedonien um die Krone des europäischen Handballs. Obwohl es kein VfL-Profi mit seiner Nationalmannschaft bis in Halbfinale geschafft hat, reisen sie trotzdem zufrieden aus Dänemark zurück nach Gummersbach.

Für VfL-Keeper Borko Ristovski hat es am Ende mit Mazedonien nur für den 10. Platz gereicht. Nach einer deutlichen Niederlage zum Auftakt gegen Dänemark, einem 24:24-Punktgewinn gegen die Tschechen und einem knappen 22:21-Sieg gegen Österreich erreichte Ristovski die Hauptrunde. Doch in den Spielen gegen Ungarn, Island und Spanien lief für die Mazedonier nichts mehr zusammen.

Drei Niederlagen ohne den leichtverletzten Superstar Kiril Lazarov bedeuteten schließlich das Aus. Trotzdem ist der Gummersbacher Keeper mit der Europameisterschaft zufrieden. „Wir haben nicht schlecht gespielt, doch wir haben das Problem, dass zu wenig Spieler im Kader sind. Dadurch haben wir zu wenig Rotation und können wenig wechseln. Ansonsten hätten wir vielleicht in der Hauptrunde zwei bis drei Punkte mehr holen können. Unser Ziel muss es nun sein, dass wir mehr junge Spieler an die Nationalmannschaft heranführen“, so Ristovski gegenüber handball-world.com.

Die Österreicher um Raul Santos starten furios in die EM. Gleich am ersten Spieltag wurde die Nationalmannschaft Tschechiens um den Kieler-Star Filip Jicha mit 30:20 von der Platte gefegt. Ein großes aber vorerst auch einziges Highlight, Santos erzielte in diesem Spiel fünf Tore blieb aber in den weiteren Auftritten eher blass. Bei den folgenden Niederlagen gegen Dänemark, Mazedonien und Island traf der Linksaußen jeweils nur einmal. Für Österreich bedeutete es das vorzeitige Hauptrundenaus.

Erst gegen Spanien im letzten Spiel zeigte die Mannschaft um den Ex-Gummersbacher Viktor Szilagyi wieder ihr starkes Gesicht. In letzter Minute zitterte sich der Titelfavorit aus Spanien zu einem knappen 28:27 Erfolg. Ein kleines Happy End feierte Raul und seine Österreicher aber im letzten Gruppenspiel gegen Ungarn. Sie gewannen das mit Spiel mit 25:24 und Raul Santos wurde zum besten Spieler des Spiels gewählt. Erleichtert postete er sein Happy End auf seiner Facebookseite: „Österreich gewinnt das letzte Spiel gegen Hungary, Raul Santos with best Playeraward, THX! Bravo Jungs!“

Ein gutes Ende, das den angesprochenen Ungarn um Barna Putics nicht gelang. Obwohl seine Nationalmannschaft gegen Dänemark sogar die Chance auf das Halbfinale in eigener Hand hatte. In der Schlussphase kam Ungarn den Gastgebern nochmals gefährlich nah, doch am Ende reichte die Kraft nicht aus, um für eine Sensation zu sorgen. Mit der 24:28-Niederlage verspielte man, nach zwei Unentschieden gegen Norwegen und Island aus der Vorrunde und einem Sieg gegen Mazedonien in der Hauptrunde, die Chance auf den Titel.

Für Barna Putics war es somit eine durchwachsene Europameisterschaft. Auch mit seinen neun Toren aus sechs Spielen kann er nicht zufrieden sein, auch wenn er teilweise nur wenig Einsatzzeit bekam.

Nach einer kurzen Pause werden die drei EM-Fahrer in der nächsten Woche wieder in Gummersbach erwartet. Dienstag werden sie dann wieder ins Training einstiegen. VfL-Trainer Emir Kurtagic ist froh, dass sich keiner während des Turniers verletzt hat. Am 4. Februar erwartet der VfL dann den THW Kiel zum Auftakt in das Handballjahr 2014.

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