Deutliche Niederlage in Mannheim

Der VfL Gummersbach kam gegen die Rhein-Neckar-Löwen ohne drei verletzte Leistungsträger zu keiner Zeit ins Spiel und musste sich am Ende mit 22:36 deutlich geschlagen geben.

Ohne den erkrankten Brana Putics und die verletzten Jan-Lars Gaubatz, Fredrik Larsson und Jörg Lützelberger tat sich der VfL Gummersbach in der mit 8876 Zuschauern gefüllten SAP-Arena von Beginn an schwer.

Den ersten Vorstoß der Rhein-Neckar-Löwen, die nach sieben Minuten mit 4:1 in Führung gehen konnten, konterte der VfL durch Raul Santos und Christoph Schindler. Doch eine von zahlreichen Paraden von Niclas Landin verhinderte in dieser Phase den erneuten Ausgleich. Nach einer Zeitstrafe gegen Florian von Gruchalla konnten die Löwen erneut davon ziehen. Uwe Gensheimer per Siebenmeter und Patrick Groetzki sowie Alexander Pettersson per Gegenstoß erhöhten auf 8:3. 

Auch in der Folgezeit kam der VfL-Angriff einfach nicht ins Spiel. Gerade Mark Bult und Andreas Schröder im Rückraum sorgten für die nötigen einfachen Tore. So wuchs der Vorsprung der Hausherren Tor für Tor an. Zur Halbzeit war mit dem 19:11 schon eine  Vorentscheidung gefallen.

Doch auch im zweiten Durchgang fand der VfL nicht zu seinem Spiel und die Rhein-Neckar Löwen schalteten keinen Gang zurück. Es drohte in Debakel. VfL-Trainer Emir Kurtagic versuchte mit seiner nächsten Auszeit an den Kampfgeist der Mannschaft zu appellieren, doch die Löwen dominierten weiter klar die Partie. 

Nach 46 Minuten waren es die Tore von Myrhol, Guardiola und Ekdahl du Rietz die das Ergebnis bis auf 28:15 in die Höhe schraubten. Die Flut an Gegentoren konnte in der Schlussphase auch Lucas Puhl nicht eindämmen, der Nachwuchskeeper bekam Einsatzzeit nachdem weder Borke Ristovski noch Carsten Lichtlein Zugang zum Spiel gefunden hatten. Erneut war es der bärenstarke Uwe Gensheimer der in der 56. Minute die Löwen-Führung bis auf 15 Tore ausbauen konnte.

Der VfL verliert nach 60 Minuten mit 22:36 in Mannheim und rutscht nach der deutlichen Niederlage hinter Minden auf den 15. Platz ab. 

 

Emir Kurtagic (Trainer VfL Gummersbach): „Ich bin sehr, sehr enttäuscht von meiner Mannschaft. Wir hatten uns das ganz anders vorgestellt, da sind auch unsere vielen Ausfälle keine Entschuldigung. Wir haben viele technische Fehler produziert und damit die beste Waffe der Löwen, die Tempogegenstöße, ins Spiel gebracht. Nach 20 Minuten war die Partie bereit entschieden.“

Tore Rhein-Neckar Löwen:  Gensheimer (8/2), Myrhol (6), Petersson (5), G. Guardiola (4), Gorbok (4), Ekdahl du Rietz (3), I. Guardiola (2), Groetzki (2), Manojlovic (1), Schmid (1)

VfL Gummersbach: Santos (7/3), Mladenovic (5), Schindler (4), Schröder (3), J. Larsson (2), von Gruchalla (1)

Schiedsrichter: Holger Fleisch / Jürgen Rieber (Nellingen / Nürtingen)

Strafminuten: 2/6

Zuschauer: 8.876

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