DHB Pokal: VfL Gummersbach - SG Flensburg-Handewitt

„Derbysieg als Wiedergutmachung!“

Drei Tage nach der Pokalpleite gegen Flensburg, brennt der VfL im bergischen Derby gegen den BHC in einer vollen SCHWALBE arena auf den neunten Heimsieg - Trainer Emir Kurtagic forderte deutliche Steigerung im Angriff.

Vorschau-Handball-Bundesliga

VfL – Bergischer HC (Samstag, 19 Uhr, SCHWALBE arena)

Drei Tage nach dem Pokal-Viertelfinale gegen die SG Flensburg-Handewitt wartet auf die Schützlinge von Emir Kurtagic in dem ewig spannenden „Bergischen Derby“ gegen den Bergischen HC schon wieder die nächste schwere Heimaufgabe in der Bundesliga. Dabei geht es für unseren VfL nach der Pleite bei Schlusslicht Bietigheim in erster Linie darum, in der Tabelle nicht weiter abzurutschen. Angesichts der Ausgeglichenheit der Liga in dieser Saison und der Tatsache, dass am Ende vier Mannschaften den bitteren Weg in die 2. Liga antreten müssen, hat dieses Derby für beide Mannschaften eine große Bedeutung. Bei einem Heimsieg hätten Christoph Schindler & Co. wieder ein positives Punktekonto – andernfalls würde der BHC mit dem VfL gleichziehen.

Für VfL-Trainer Emir Kurtagic geht es neben der Derbybrisanz in erster Linie um Wiedergutmachung. Nach der indiskutablen Vorstellung in Bietigheim und der Handball-Lehrstunde gegen Flensburg, müssen seine Jungs den Schalter schnell wieder umlegen. „Angriffsleistung und Chancenverwertung waren indiskutabel. Da muss und werde ich von den Spielern mehr verlangen.“ Lediglich Tobias „Pepe“ Schroeter auf Rechtsaußen war ein Lichtblick, der Rest unter bzw. außer Form. Dabei stehe zumindest der Abwehrblock in den meisten Fällen, aber in Handballspielen zählen nun einmal die Tore vorne. „Da kannst du noch so gut verteidigen. Wenn Du vorne die Chancen nicht nutzt, verlierst du in der Bundesliga jedes Spiel“, so Kurtagic weiter, der dennoch seinem Kader vertraut: „Die Jungs können es viel besser, aber am Samstag sollten sie langsam mal wieder damit anfangen.“

Da die gegnerische Truppe von Trainer Sebastian Hinze am Mittwoch spielfrei hatte, spricht die größere Frischheit sicherlich für die Gäste, die sich außerdem derzeit in guter Form präsentieren. So gewann der BHC sein letztes Auswärtsspiel beim TSV GWD Minden 30:28 und auch am vergangenen Wochenende fehlten beim 28:28 gegen Frisch Auf Göppingen nur Sekunden zum Heimsieg. Obwohl der Altmeister aus dem Schwabenland nach der 17:12-Pausenführung lange Zeit wie der sichere Sieger aussah, drehten die Gastgeber nach der Pause mit einer tollen kämpferischen Leistung die Partie. Beim 28:27 war der Sieg zum Greifen nahe, bis FAG-Kreisläufer Manuel Späth praktisch mit der Schlusssirene noch den glücklichen Ausgleich für die Gäste schaffte.

Beim VfL denkt man nicht gern an das Hinspiel gegen den BHC zurück, denn in der Kölner Lanxess-Arena gab es eine 26:28-Niederlage. Und die Gäste aus Solingen werden sicherlich auch mit viel Selbstvertrauen nach Gummersbach reisen, denn schon in der vergangenen Saison entführten sie beide Punkte bei ihrem ersten Gastspiel in der SCHWALBE arena. Dreh- und Angelpunkt im BHC-Spiel ist immer noch der Ex-Gummersbacher Viktor Szilagy, der heute die Kapitänsbinde beim BHC trägt. Aber nicht nur von dem österreichischen Spielmacher der Solinger droht dem VfL-Gehäuse Gefahr. Gegen Göppingen war z. B. der Halbrechte Kristian Nippes mit acht Feldtoren der erfolgreichste BHC-Werfer. Und auch der isländische Nationaltorhüter Björgvin Gustavsson hatte mit seinen Paraden großen Anteil an dem Punktgewinn.

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