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Bronze für Blau-Weiß im kleinen Finale

Die U17 des VfL Gummersbach hat am Sonntagmittag im kleinen Finale der deutschen Meisterschaft der B-Junioren die Mannschaft des TV Großwallstadt mit 27:23 (14:15) besiegt. Damit gehört die Mannschaft der Gummersbacher Handballakademie zu den Top 3 Mannschaften in Deutschland. Mit dem Sieg im kleinen Finale machte die Mannschaft auch ein Stück weit die ärgerliche 23:25-Niederlage gegen Leipzig vergessen. Großer Dank an Unterstützung der Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt!

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+++ U17 des VfL in den Top 3 Deutschlands +++

Bronze für Blau-Weiß im kleinen Finale

VfL Gummersbach – TV Großwallstadt 27:23 (14:15)

Nachdem man in den Reihen der U17 und deren Betreuerstab noch bis in die Nacht mit dem „ärgerlichen Sekundentod“ haderte, der den Leipzigern am Vortag erst die Verlängerung ermöglichte, wurden beim Frühstück nach einem lockerem Frischluft-Lauf die Geister langsam wieder wach. Neben der Rückmeldung des Verletzten Simon Lubberich, dass sein Einsatz machbar ist, wurde auch der Mannschafts- und Kampfgeist wiederbelebt. Das kleine Finale sollte unbedingt gewonnen werden!

Nicht nur Berliner Gäste in der VfL-Unterkunft, sondern eigentlich auch die meisten Zuschauer waren sich einig, dass der VfL am Vortag das Spiel dominiert hatte und die bessere Mannschaft war. Doch davon konnte man sich nichts mehr kaufen und so wurde klar, dass ein richtig positives Ende dieser grandiosen Saison nur mit einem Sieg im kleinen Finale noch möglich war.

So startete Trainer Denis Bahtijarevic mit seiner Stammsieben, da neben Simon Lubberich ja auch der am Vortag nach drei Zeitstrafen disqualifizierte Tobi Weiler wieder mit von der Partie war. Spätestens nach Erklingen der Nationalhymne war man bereit, den Kampf um Bronze anzunehmen!

Die Anfangsminuten der Partie zeigten jedoch, dass die Konzentration nicht sofort auf 100 Prozent war, so dass es nach zwei technischen Fehlern und zwei Fehlwürfen schnell 4:0 für die Mainfranken stand. Sofort nahm Bahtijarevic eine Auszeit, um seine Mannen wachzurütteln und auf die wichtige Aufgabe erneut einzustimmen. Kurz danach kam der VfL in der fünften Minute durch Simon Lubberich zu seinem ersten Treffer. Allerdings zeigte auch die Abwehr ungewohnte Schwächen, so dass der TVG gerade über das Abwehrzentrum mit seinem Kreisspiel zu Treffern kam, bei denen auch Lasse Hasenforther nichts zu fassen bekam.

Bezeichnenderweise war es in den ersten zehn Minuten ausnahmslos der am Vortag verletzt ausgeschiedene Simon Lubberich, der den VfL mit seinen vier Toren im Spiel hielt. Der VfL kam langsam besser ins Spiel, lief jedoch einem Drei-Tore-Rückstand hinterher. Erst in der 15. Minute schaffte Sebastian Schöneseiffen per Siebenmeter nochmal den Anschlusstreffer zum 8:9. Nach einem Siebenmeter des TVG traf erneut Max Jaeger zum 9:10. Man spürte förmlich, dass sich die Mannschaft mehr und mehr in die Partie kämpfte und es unbedingt wissen wollte. Max Jaeger war es auch, der in der 21. Minute den 12:12-Ausgleich markierte. Aber nach dem zweiten vergebenen Siebenmeter des VfL setzte der TVG wieder nach und konnte mit 14:15 in die Halbzeit gehen.

Nach der Pause kam der TVG zum ersten Treffer und konnte auf 14:16 erhöhen, aber ein Siebenmeter von Max Jaeger und ein Tor von Sebi Schöneseiffen bedeuteten den Ausgleich zum 16:16. In der sechsten Minute der zweiten Hälfte markierte Marcel Timm das 18:17 und der VfL ging erstmals in Führung! Fortan entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem auch der VfL mit schönen Treffern von Lubberich und Felix Jaeger immer mal wieder den VfL in Front bringen konnten.

Als der TVG beim Stand von 21:22 wieder in Führung ging, und zudem auch noch Marcel Timm auf die Strafbank musste, war es erneut Simon Lubberich mit seinem bereits neunten Treffer, der den VfL in Unterzahl wieder mit 23:22 nach vorne brachte. Mit einem erneuten Siebenmeter hatte man die Möglichkeit, auf zwei Tore wegzuziehen. Max Jaeger scheiterte zwar am gut aufgelegten gegnerischen Keeper, doch Sebastian Schöneseiffen konnte den wiedergewonnen Ball zum 24:22 fünf Minuten vor Schluss in die Maschen wuchten.

In dieser packenden Schlussphase hatte Lasse Hasenforther in Tor seine ganz starke Phase. Er brachte die Mainfranken zur Verzweiflung, weil er die drei wohl entscheidenden 100-prozentigen Chancen des TVG vereitelte. Trotzdem kam Großwallstadt in der 23. Minute noch einmal auf 25:23 heran und Bahtijarevic nahm die Auszeit zum finalen Luftholen. Kurz danach netzte Felix Jaeger zum umjubelten 26:23 ein, was eine Minute vor Schluss den Sieg bedeutete. Den Schlusspunkt zum 27:23-Endstand setzte Max Jaeger.

Mit dieser Energieleistung auf dem Zahnfleisch konnten die Gummersbacher Jungs trotz der extrem bitteren Niederlage vom Vortag doch noch einen krönenden Abschluss setzen und zeigen, dass sie zurecht zur absoluten Spitze im deutschen Jugendhandball gehören.

VfL Gummersbach: Lubberich (9), F. Jaeger (3), Schöneseiffen (7/2), Timm (2), Weiler (1), M. Jaeger (5/2)

FinalFour Halbfinale, Samstag, 31.05.14, 16.30 Uhr

VfL Gummersbach – SC DHfK Leipzig 23:25 (13:13) n.V.

Die U17 des VfL Gummersbach hat das Halbfinale um die deutsche Meisterschaft gegen den SC DHfK Leipzig in einer an Dramatik nicht zu überbietenden Partie mit 23:25 (13:13) in der Verlängerung verloren und spielt nun am Sonntag um Platz drei. Gegner dort wird die Mannschaft des TV Großwallstadt sein. Obwohl der ganz große Traum vom Meistertitel nicht Erfüllung gegangen ist, sind die Verantwortlichen des VfL Gummersbach um Trainer Denis Bahtijarevic stolz auf die junge Mannschaft, die heute Nachmittag bis zum Umfallen gekämpft hat. Morgen kann die Mannschaft noch einmal zeigen, was sie kann und sich im FinalFour Bronze sichern!

Nach dem grandiosen Sieg in Flensburg traten die Blau-Weißen auch die „Mission“ FinalFour-Halbfinale nicht als Favorit an, denn die Leipziger Handballakademie galt in diesem Jahrgang schon zu Saisonbeginn als einer der Titelkandidaten. Zudem hatten die Leipziger eine Heimspielatmosphäre zu erwarten, denn die Spielstätte in der Rödertalhalle im sächsischen Großenhain lag nicht weit von Leipzig entfernt.

Wie schon beim „Erfolgsrezept Flensburg“ hatte die Bahtijarevic-Truppe die Anreise bereits am Vortag angetreten, morgens noch eine kleine Laufeinheit zur Lockerung und ein Stretching-Programm absolviert und ging somit gut vorbereitet in die Partie gegen die Favoriten aus Leipzig.

Nachdem im ersten Halbfinale bereits die ebenfalls favorisierten Füchse Berlin gegen den TV Großwallstadt und deren Juniorenakademie mit 28:25 gewonnen hatten, stieg bei den Gummersbachern die Anspannung aber auch die Vorfreude auf eigene Halbfinale.

Die Partie begann unter den Augen von DHB-Coach Christian „Blacky“ Schwarzer sehr konzentriert und ausgeglichen. Der VfL legte mit dem 1:0 durch Sebastian Schöneseiffen vor und die Partie entwickelte sich alsbald zu einem hochklassigen Spiel auf Augenhöhe. Beim Stand von 6:4 in der siebten Minute ging der VfL sogar erstmals in Führung, nachdem der gut beginnende Sebastian Schöneseiffen und Max Jaeger mit seinem zweiten verwandelten Siebenmeter getroffen hatten.

Die hohe Konzentration des VfL zeigte sich auch darin, dass es erst in der zehnten Minute beim Stand von 7:5 den ersten Fehlwurf gab. Felix Jaeger konnte in der 11. Minute sogar zum 8:5 erhöhen und eine Drei-Tore-Führung erzielen, doch die Leipziger kämpften sich zum 8:8 in der 15. Minute wieder heran. Nach dem 9:9-Ausgleich der Leipziger nahm Trainer Denis Bahtijarevic in der 18. Minute seine Auszeit. Er musste vor allem seine Abwehr neu ordnen, da Tobi Weiler bereits seine zweite Zeitstrafe bekommen hatte.

Gerade die aggressive und konsequente Abwehrarbeit war es, die die Leipziger mit ihrem gefürchteten Rückraumspiel vor Probleme stellte. Hier hatte Bahtijarevic seine Mannschaft exzellent im Videostudium vorbereitet und Marcel Timm leistete im Zentrum hervorragende Schwerstarbeit. Kurz vor der Halbzeit konnte Leipzig dennoch die Führung beim 12:13 erzielen, aber mit einer sehenswerten Einzelaktion konnte Felix Jaeger mit seinem vierten Treffer den 13:13-Pausenstand landen.

Nach der Pause hatten die Leipziger Anwurf, die aufmerksame VfL Abwehr konnte sich aber den Ball holen und somit die Chance zum ersten Tor nach der Halbzeit suchen. Felix Jaeger machte das 14:13, Leipzig glich wiederum aus, aber Simon Lubberich brachte den VfL mit einem fulminanten Sprungwurf wieder in Front.

Als Max Jaeger mit seinem dritten Siebenmeter wieder auf zwei Tore für VfL den erhöhen konnte, bekam Tobi Weiler unglücklich seine dritte Zweiminutenstrafe und sah die rote Karte. Nun musste Bahtijarevic erneut die Abwehrformation überdenken, wechselte Magnus Neitsch ein und ließ Felix Jaeger den Deckungspart von Tobi Weiler übernehmen.

In der 35. Minute konnte Leipzig dennoch wieder ausgleichen und die Heimhalle bebte. Max Jaeger erhöhte von der Außenposition auf18:17 und konnte per Siebenmeter mit seinem siebten Tor bis dahin sogar auf 19:17 erhöhen. Jetzt übernahm der mitgereiste VfL Fan-Club wieder die Lautstärkeregelung und auch Lasse Hasenforther gab der Mannschaft mit tollen Paraden erneuten Rückhalt. Doch die Spielweise der Leipziger wurde immer ruppiger und härter, so dass auch ein Leipziger mit Rot vom Feld musste und die Grünen zwischenzeitlich mit vier Mann auf dem Feld standen. Leider konnte der VfL die Phase nicht für sich nutzen. Vielmehr wuchs auch der gegnerische Torwart über sich hinaus. Die Stimmung heizte sich mehr und mehr auf, aber Lasse Hasenforther steigerte sich ebenfalls immer weiter, so dass lange Zeit gar kein Tor auf beiden Seiten fiel.

Eine halbe Minute vor Schluss hatten die Gummersbacher bei Ballbesitz wieder alles in der Hand und Felix Jaeger erzielte mit einer Willensleistung den umjubelten 21:20-Führungstreffer. In den verbleibenden 7 Sekunden schaffen es die Leipziger trotzdem im Gewühl, den 21:21-Ausgleich zu erzielen, so dass die Partie mit einem psychologischen Vorteil für Leipzig in die Verlängerung ging.

Die Verlängerung begann der VfL mit Ballbesitz, konnte aber keinen Treffer landen. Auch die Grünen vergaben ihre erste Chance, denn Lasse Hasenforther zeigte erneut eine erstklassige Parade. Mit dem etatmäßigem Linksaußen Max Jaeger auf Halblinks versuchte nun der VfL zum Torerfolg zu kommen. Sebastian Schoeneseiffen konnte das 22:22 landen, doch Leipzig glich aus und kam sogar zum 22:23. Erneut konnte Sebastian Schoeneseiffen mit einem Gewaltwurf ausgleichen und den 23:23-Halbzeitstand der Verlängerung herstellen.

Die Spannung war nicht mehr zu überbieten! Leipzig vergab einen Siebenmeter, erzielte dann aber zwei Minuten vor Schluss die Führung und hatte somit das Spiel in der Hand. Zehn Sekunden vor Schluss waren es erneut die Sachsen, die den umjubelten Siegtreffer landeten.

Schade für den VfL! Die Mannschaft hat 50 Minuten einen tollen Kampf abgeliefert und hätte den Einzug ins Finale ebenso wie Leipzig verdient gehabt.

VfL Gummersbach: Lubberich (2), Schöneseiffen (6), F. Jaeger (8), M. Jaeger (7/3)

 Abschließend möchte sich Akademieleiter Jan Schneider noch ausdrücklich bei der Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt für deren Unterstützung bedanken! Vielen Dank im Namen der Spieler, Trainer und Verantwortlichen, ohne die die Fahrt nicht zu einem solchen Erfolg geworden wäre!

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