THSVEisenach-VfLGM_2158_resize

Auswärtssieg! Auswärtssieg! Auswärtssieg!

Der VfL Gummersbach behielt am Ende gegen den ThSV Eisenach mit 30:26 (15:11) die Oberhand. Das Team von Emir Kurtagic legte mit einer starken Phase kurz nach der Halbzeit die Grundlage zu diesem wichtigen Auswärtssieg. Gummersbach führte nach 38 Minuten bereits mit neun Toren, doch in der Schlussphase traf der VfL das Tor nicht mehr und Eisenach kam nochmals bis auf 24:27 heran. Der eingewechselte Torhüter Matthias Puhle leitete dann mit einer wichtigen Parade die Entscheidung für den VfL Gummersbach ein.

Zu Beginn des wichtigen Auswärtsspieles in Eisenach war die Anspannung beim VfL Gummersbach spürbar. Beim Aufsteiger tat sich das Team von Emir Kurtagic zunächst schwer. Eisenach behielt in der ersten Halbzeit leicht die Oberhand. Immer wieder konnte der ThSV mit zwei Toren in Führung gehen.

Nach 19 Minuten nahm der VfL die erste Auszeit, dann lief es plötzlich besser. Aus dem 8:10-Rückstand machte das Team eine 12:10-Führung. Mark Bult brachte den VfL in der 27. Minute das erste Mal selbst mit zwei Toren in Führung. Die letzten Minuten der ersten Halbzeit gehörten dann ganz dem VfL. Florian von Gruchalla, Fredrik Larsson und Andreas Schröder bauten die Gummersbacher Führung bis zum Halbzeitpfiff bis auf 15:11 aus.

Der VfL-Knoten platzte genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn auch nach der Pause dominiert nur der VfL Gummersbach. Eisenach blieb nach Wiederbeginn rund sechs Minuten ohne eigenen Torerfolg. Gummersbach hingegen nutzte zahlreiche Tempogegenstöße konsequent aus und baute die 15:11-Halbzeitführung durch Tore von Florian von Gruchalla (2), Christoph Schindler und Raul Santos bis auf 19:11 aus. Der VfL spielte in dieser Phase unglaublich konsequent und effektiv. Das Team hatte die Partie jetzt voll im Griff. In der 39. Minute baute VfL-Kapitän Christoph Schindler die Führung bis auf 21:12 aus und Eisenach verlor wenig später Nick Heinemann. Er sah nach einem Foul an Raul Santos die rote Karte (dritte Zwei-Minuten-Strafe).

Gummersbach sah auch noch neun Minuten vor dem Ende wie der sichere Sieger aus. Raul Santos hielt mit dem 27:20 die VfL-Führung konstant aufrecht. Doch plötzlich begann beim VfL das große Zittern. Gummersbach traf das Tor nicht mehr und Eisenach kam wieder ran. Angetrieben vom immer stärker werdenden estnischen Rückraumshooter Dener Jaanimaa, der insgesamt zehn Tore erzielte, verkürzte der ThSV bis auf 24:27. Fünf Minuten vor Schluss war das Spiel plötzlich wieder offen und der sicher geglaubte Auswärterfolg stand wieder auf der Kippe.

VfL-Trainer Kurtagic reagierte und brachte Matthias Puhle für Carsten Lichtlein. Und Puhle hielt vier Minuten vor dem Ende einen ganz wichtigen Ball, der das 25:27 bedeutet hätte. Stattdessen brach Raul Santos für den VfL endlich wieder den Bann. In der 57. Minute gelang ihm das vorentscheidende 28:24. Eisenach versuchte weiter alles, aber Christoph Schindler machte sieben Sekunden vor dem Ende mit dem 30:26 endgültig den Deckel drauf.

Dann brach die große Erleichterung aus den VfL-Profis heraus. Aufatmen nach einem zwar verdienten aber am Ende nochmals unnötig umkämpften Auswärtssieg in Eisenach. Der VfL klettert mit diesem Erfolg vorerst wieder auf den zwölften Tabellenplatz. Weil Balingen gegen den Bergischen HC verlor, beträgt jetzt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz vier Punkte und auf Eisenach sogar sieben Punkte. Am kommenden Sonntag kommt die MT Melsungen nach Gummersbach.

Die Pressekonferenz: 

Stimmen nach dem Spiel:

Emir Kurtagic (Trainer VfL Gummersbach): „Ich muss die ganze Mannschaft heute loben. Wir haben genau das umgesetzt, was wir uns für das wichtige Spiel hier vorgenommen haben. Es war auch sehr gut, dass wir zwei Wochen ganz in Ruhe uns darauf vorbereiten konnten. Wir fahren sehr zufrieden nach Hause.“

Frank Flatten (Manager VfL Gummersbach): „Ich bin am Ende natürlich sehr glücklich, dass wir hier einen ganz wichtigen Sieg eingefahren haben. Aber ich hatte auch immer den Eindruck, dass wir hier als Sieger von der Platte gehen werden. Das 8:10 haben wir gut verarbeitet, der Trainer hat sinnvolle Auszeiten genommen und dann haben wir uns in einen Rausch gespielt. Am Ende wurde es nochmal eng, doch wir sind zum Glück cool geblieben. Kompliment an alle, das war heute ein richtig schöner Tag.“

 

Statistik:

Tore ThSV Eisenach: Jaanimaa (10), Sklenak (5), Vrazalic (4/2), Hansen (2), Trautvetter (2), Elisson (1), Koloper (1), Jurdzs (1),

Tore VfL Gummersbach: Bult (8/5), Schindler (7), Santos (5), Schröder (3), von Gruchalla (3), F. Larsson (1), Putics (1), Kopco (1), Lützelberger (1)

Strafzeiten: 6/8 Minuten

Zur Übersicht Zum Archiv