Fürstenfeldbrück, Wittelsbacher Halle, 27.08.16: TSG Ludwigshafen-Friesenheim vs. VfL Gummersbach in Runde 1/ Finale des DHB-Pokal

Überraschendes Pokalaus für den VfL

Der VfL unterlag dem Zweitligisten TSG Ludwigshafen-Friesenheim mit 31:32 und schied aus dem DHB-Pokal aus.

Beim kleinen Final-Four-Turnier in Fürstenfeldbruck musste sich der VfL am heutigen Nachmittag überraschend im Finale dem Zweitligisten TSG Ludwigshafen-Friesenheim geschlagen geben und schied damit nach dem gestrigen Erfolg gegen den Gastgeber aus dem Pokal aus.

VfL Gummersbach – TSG Ludwigshafen-Friesenheim 31:32 (16:17).

„Das ist unfassbar bitter, aber wir hatten es heute einfach nicht verdient“, erklärt der bitter enttäuschte VfL-Trainer Emir Kurtagic nach der überraschenden Pokalpleite. Trotz des Erfolges am gestrigen Tag schienen seine Spieler nie so richtig angekommen zu sein in diesem wichtigen Pokalturnier, wobei die Probleme heute erneut vorwiegend in der Deckung lagen. „32 Gegentore gegen einen Zweitligisten, der zudem noch stark ersatzgeschwächt war. Dafür gibt es keine Entschuldigung“, so der Coach, der demzufolge natürlich auch die Ausfälle von Evgeni Pevnov, Kevin Schmidt und Christoph Schindler nicht als Ausrede zulassen wollte: „Der Gegner hatte doppelt so viele Verletzte.“ Das Spiel der Blau-Weißen wirkte viel zu langsam, teilweise behäbig, was überhaupt nicht zu den bisherigen Auftritten in der Saisonvorbereitung passte.

Unabhängig von der Deckung, die heute überhaupt keinen Zugriff auf die gegnerischen Angreifer bekam, lief es zumindest im Angriff der Gummersbacher vor dem Wechsel noch relativ rund. Der VfL führte kontinuierlich, und nach dem 16:13 durch Julius Kühn war die Gummersbacher Welt noch weitestgehend in Ordnung. Dann allerdings lief nichts mehr zusammen und die TSG kam zu vier Toren in Folge. „Wir haben leichteste Fehler gemacht und die Angriffe viel zu früh abgeschlossen. Unbegreiflich“, so Kurtagic. Dieser Schlussspurt gab den Ludwigshafenern Oberwasser und nach dem Wechsel lief der VfL meist einem Rückstand hinterher. Immer wieder war der Bundesligist gezwungen, schnell nachzulegen, und in der heutigen Verfassung sollte es dann am Ende nicht reichen.

Dennoch blieb es spannend bis zum Schluss, obwohl Simon Ernst fünf Minuten vor Schluss noch die rote Karte erhielt und die TSG zu diesem Zeitpunkt mit 28:25 führte. Trotzdem kämpfte sich der VfL noch einmal heran und nach dem 29:30 durch Julius Kühn waren noch mehr als eineinhalb Minuten zu spielen. „Die Chance war da, aber wie gesagt. Wir hätten es heute nicht verdient gehabt. Der Gegner hat gut gespielt und hat sich das Glück auch erarbeitet“, fügt der selbstkritische Trainer Emir Kurtagic hinzu: „Ich übernehme natürlich die Verantwortung für diese peinliche Niederlage und ich muss mich auch fragen, was ich im Vorfeld dieser Partie falsch gemacht habe.“

VfL-Geschäftsführer Frank Flatten reagierte ebenfalls maßlos enttäuscht auf diese unerwartete Niederlage: „Das ist unfassbar traurig. Für den VfL Gummersbach wäre ein Weiterkommen wie in den letzten Jahren auch wirtschaftlich attraktiv gewesen. Warum es zu dem Ausscheiden gekommen ist, wird analysiert werden müssen. Die Aufgabenstellung war sicherlich nicht unlösbar, ein Weiterkommen wurde erwartet. Im Sport kann viel passieren, aber wir wollen andere Geschichten schreiben.“

Torschützen VfL Gummersbach: Tobias Schröter (1), Alexander Becker (2), Kevynn Nyokas (2), Simon Ernst (8), Julius Kühn (11), Florian von Gruchalla (3/2), Andreas Schröder (4).

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