Auftaktsieg in der SCHWALBE arena

Der perfekte Einstand ist geglückt: Mit einem verdienten 27:23-Sieg ist der VfL in seiner neuen Heimstätte mit zwei Punkten in die neue Bundesligasaison gestartet.

Dabei sah es am Anfang gar nicht nach einem Auftaktsieg aus. Der Aufsteiger TV Emsdetten hatte sich beim ersten Bundesligaspiel in der neuen Gummersbacher Arena stark präsentiert. Mit einer konzentrierten Abwehrleistung in der ersten Halbzeit verwies der Aufsteiger die überaus nervös agierenden Gummersbacher in ihre Schranken.

Die Anspannung war durch zwei verworfene Siebenmeter und drei erfolglose Tempogegenstöße deutlich zu spüren. Zahlreiche Fehlpässe und Stockfehler sowie fehlende Absprache in der Abwehr führten in der 17. Minute zu einem deutlichen sechs Tore-Rückstand. Jedem Spieler schien bewusst, wie wichtig das erste Bundesligaspiel vor fast 4000 Zuschauern in der neuen SCHWALBE arena ist.

Der Druck der Halle und die große Erwartungshaltung der Fans und Sponsoren lies die Mannschaft äußerst nervös und unkonzentriert agieren. Die Gummersbacher taten sich gerade im Angriff sehr schwer. Jedes Tor musste hart erarbeitet werden. Emsdetten nutzte auf der Gegenseite die Lücken in der VfL-Abwehr und ging mit einer 13:10-Führung in die Halbzeit.

Wie ausgewechselt kam das Team von Trainer Emir Kurtagic aus der Kabine. Mit fünf Toren in Folge und einem stark agierenden Barna Putics übernahm der VfL erstmalig die Kontrolle über das Spiel. Aus dem 10:13-Pausenrückstand hatte man innerhalb von nur vier Minuten eine 15:13-Führung gemacht.

Der TVE zeigte sich beeindruckt von der Wucht der Gummersbacher-Antwort. In der 40. Minute konnte Emsdetten selbst eine doppelte Unterzahl nicht nutzen. Die Hausherren waren in der zweiten Halbzeit klar die bessere Mannschaft, doch Emsdetten blieb noch bis zur 50. Minute dran.

Erst Mark Bults wuchtiger Unterarmwurf zum 23:20 konnte die Entscheidung einleiten. Christoph Schindler, Florian von Gruchalla und Raul Santos erhöhten den Vorsprung bis auf 26:21, der erste Heimsieg war fünf Minuten vor dem Ende perfekt.

Stimmen nach dem Spiel:

Frank Flatten (Geschäftsführer VfL Gummersbach): „Für uns war heute ein sehr guter Tag. Ich bin heilfroh, wie wir die Vorbereitung und das erste Bundesligaspiel gespielt und das wir Handball mit Spaß präsentiert haben. Ich hoffe es geht so weiter in der Saison. Ich danke der Region für die Unterstützung und den 3914 Besucher für ihr Kommen. Wir hatten an der Tageskasse durch technische Probleme noch große Schwierigkeiten, sodass wir lange Wartezeiten hatten und dem Ansturm kaum bewältigen konnten. Dafür bitte ich um Entschuldigung und verspreche, dass wir zum nächsten Heimspiel besser aufgestellt sind. Ich bitte die Fans trotzdem, sich möglichst schon im Vorverkauf die Karten zu sichern, das entlastet uns sehr.“

Emir Kurtagic (Trainer VfL Gummersbach): „Das war ein typisches Auftaktspiel, mit vielen überraschenden Szenen. Wir sind schnell ins Hintertreffen geraten und haben nervös gespielt und die nötige Aggressivität in der Abwehr vermissen lassen. Wir sind auf einen Gegner gestoßen, der frei aufgespielt hat. Leider sind wir von unserer Linie abgewichen und in eine Drucksituation geraten. Heute ist es gut gegangen, alle haben in der neuen Halle erwartet, dass wir siegen. Wir haben den Glauben an uns nicht verloren. Ich hatte zu keiner Zeit Angst, dass wir nicht ins Spiel zurück finden würden. In der zweiten Halbzeit haben wir mit viel Spaß und Freude aufgespielt und zurück ins Spiel gefunden.

Gennadij Chalepo (Trainer TV Emdsetten): Die erste Halbzeit war natürlich sehr gut, das Spiel haben wir in den ersten vier Minuten in der zweiten Halbzeit verloren. Wir müssen auch lernen, dass das Spiel 60 Minuten läuft. Es hätte nach der ersten Halbzeit mehr sein können und das macht uns Mut auf die nächsten Spiele. Viele Fans sind mit gereist und haben uns großartig unterstützt.

Statistik:

Tore VfL Gummersbach: Barna Putics (8), Raul Santos (6/2), Andreas Schröder (4), Mark Bult (4/1), Florian von Gruchalla (3), Fredrik Larsson (1), Christoph Schindler (1)

Tore TV Emsdetten: Jeffrey Boomhouwer (7/1), Janko Bozovic (3), Stefan Thünemann (3), Steffen Lokkebo (2), Olafur Ragnarsson (2), Nikola Prce (2), Ernir Arnason (2), Johan Koch (1), Elvir Selmanovic (1) Zuschauer: 3.914 Schiedsrichter: Christian Moles/Lutz Pittner

Siebenmeter: 6/3 – 1/1 (Santos, Bult und von Gruchalla vergeben)

Zeitstrafen: 10:10 Minuten (J. Larsson (2), Kopco , Bult, Santos – Thünemann (2), Kvalvik, Prce, Paladin)

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