33:32-Sieg in der ausverkauften SCHWALBE arena

Nach einem spannenden Duell auf Augenhöhe hat VfL-Keeper Borke Ristovski dem VfL Gummersbach zwei ganz wichtige Punkte gesichert. In den letzten zwei Spielminuten hielt er gleich drei TBV-Siebenmeter und führte so sein Team zum 33:32-Erfolg gegen den TBV Lemgo.

Kein einziger Platz war mehr frei zu Beginn des Westschlagers zwischen dem VfL Gummersbach und dem TBV Lemgo. 4.078 Zuschauer sahen ein Heimspiel in der SCHWALBE arena und diese war damit erstmals in der Saison ausverkauft. Eine große Kulisse, die den VfL zu Beginn nicht beflügelte, sondern eher ein wenig in Ehrfurcht erstarren ließ. Die Gäste aus Lemgo erwischten den wesentlich besseren Start und gingen schnell mit 5:1 in Führung.

Nervös verspielte dann auch in der 8. Minute Andreas Schröder den Ball im Angriff und Lemgo erhöhte sogar bis auf 7:2. Auch in der Folgezeit tat sich der VfL weiter gerade in der Offensive schwer. Nach 13 Minuten scheiterte Raul Santos an Nationalmannschaftskollegen Thomas Bauer am Siebenmeterpunkt, doch die anschließende Überzahl nutzte die Hausherren dann besser aus und konnten durch Andreas Schröder kurz darauf sogar bis auf 7:8 wieder verkürzen. Der VfL war damit nach 16 Minuten im Spiel angekommen. Gerade Andreas Schröder kam immer besser ins Spiel. Trotzdem lief man einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher.

Ein Doppelschlag von Fredrik Larsson sorgte dann in der 20. Minute für den ersten Ausgleich der Partie und nur dreißig Sekunden später war es erneut Andreas Schröder der sich durchsetzte und zur ersten VfL-Führung einnetzte. Doch Lemgo blieb dran, konnte den Rückstand immer wieder ausgleichen. So entwickelte sich ein spannendes Duell auf Augenhöhe. Mit zwei erfolgreich verwandelten Siebenmetern von Lemgo auf der einen Seite und dem VfL Gummersbach durch Raul Santos auf der andren Seite ging es mit 17:17 in die Halbzeit.

Mit Borko Ristovski für Carsten Lichtlein im Tor startete der VfL in die zweiten dreißig Minuten. Nach 34 Minuten ging der VfL dann wieder mit 20:19 durch Joakim Larsson in Führung, der Schwede machte ein starkes Spiel und konnte sich kampfstark am Kreis immer wieder durchsetzten. Als dann Finn Lemke in der 38. Minute als zweiter TBV-Spieler auf die Bank musste, nutzte der VfL diese doppelte Überzahl, um die Führung durch Florian von Gruchalla auf 23:21 auszubauen. Doch keine zwei Minuten später glich Rolf Hermann für Lemgo wieder aus.

Es ging auf und ab. In der 42. Minute brachte Jörg Lützelberger den VfL wieder mit 25:23 in Front, doch keine Minute später glich Lemgo wieder aus und ging selbst in der 45. Minute wieder in Führung. Gummersbachs Angriff geriet immer mehr ins Stocken. In Überzahl kam der Ball bei Raul Santos nicht an und Lemgo erhöhte im Gegenzug durch Finn Lemke auf 27:25. Als der Ball im nächsten Angriff Raul Santos erreichte, er aber an Niels Dresrüsse scheiterte, gelang Lemgo sogar das 28:25.

Noch 13 Minuten waren zu spielen und der VfL musste sich jetzt zwingend fangen, wollte man das Spiel nicht vorzeitig abgeben. Und der VfL kam in Überzahl durch Florian von Gruchalla wieder ran: 28:29 knapp zehn Minuten vor dem Ende. Mit Jens Bechtloff und Christoph Schindlers roten Karten nach jeweils der dritten Zeitstrafe, schickte der Schiedsrichter mit Jörg Lützelberger den dritten Feldspieler des VfLs vom Platz. Doch der VfL hatte in dieser Situation im Gegenzug sogar die Chance auf den Ausgleich, die Florian von Gruchalla aber vergab. Nils Desrüsse im TBV-Tor wurde immer stärker, auch Barna Putics scheiterte in der 57. Minute bei der Chance zum möglichen Ausgleich.

Raul Santos machte es dann besser. 32:32 knapp zwei Minuten vor Schluss und dem eingewechselten Barna Putics gelang dann die 33:32-Führung. Aber er war nicht der Matchwinner: Borko Ristovski hielt in den letzten beiden Minuten sensationell drei Siebenmeter des TBV in Folge und hielt so den knappen 33:32-Erfolg fest.

Die ausverkaufte Arena feierte Minuten lang die Mannschaft, einer Ehrenrunde folgte die obligatorische „Humba!“, ehe die Spieler im Meer von Fans untergingen. Ein Erfolg für das Selbstvertrauen und wichtige Punkte gegen den Abstieg. Der VfL hat nun 14 Punkte auf dem Konto und damit jetzt schon nur zwei Punkte weniger als in der kompletten letzten Saison.

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