29:34-Niederlage gegen den HSV Hamburg

Der VfL Gummersbach verliert nach einer knappen 16:15-Halbzeitführung mit 29:34 beim Champions League Sieger an der Elbe. Beste VfL-Torschützen waren Raul Santos und Barna Putics mit jeweils sechs Treffern.

Bereits zum sechsten Mal innerhalb von 19 Tagen musste der VfL Gummersbach in der DKB Handball-Bundesliga antreten. Nach der 26:33-Enttäuschung vor heimischen Publikum musste man diesmal beim Champions League Sieger in Hamburg antreten. Eine schwere Aufgabe – allerdings hatte auch der HSV schon schwache Momente in der noch jungen Saison. Gegen den Bergischen HC mussten die Hansestädter sogar eine deutliche Auswärtsniederlage einstecken.

So war auch für den VfL in der mit über 6000 Zuschauern gefüllten O2-World nichts unmöglich. Ein Trend schien sich schon in den ersten Minuten fortzusetzten: Während man sich in der heimischen Arena bei den letzten Spielen von Beginn an schwer getan hat, lief es auf fremden Platz in der ersten Halbzeit erneut besser. Andreas Schröder brachte den Underdog in der 10. Minute mit 6:4 in Führung. Schon früh war somit HSV-Trainer Martin Schwalb zu seiner ersten Auszeit gezwungen.

Doch der VfL spielte in Hamburg von Beginn an besser in der Abwehr als noch zuletzt gegen Lübbecke in der SCHWALBE arena und auch Keeper Carsten Lichtlein erwischte diesmal einen weitaus besseren Tag. So hielt der VfL Gummersbach die knappe Führung konstant aufrecht und der HSV konnte in der ersten Halbzeit seinerseits nicht in Führung gehen. Raul Santos verwandelter Siebenmeter kurz vor der Pause sorgte für die knappe 16:15-Führung für den VfL.

Die Gäste erwischten nach Wiederbeginn einen guten Start. Carsten Lichtlein hielt in den ersten Minuten jeden Ball der auf seinen Kasten kam und im Tempogegenstoß brachte Florian von Gruchalla und wenig später Barna Putics den VfL wieder mit jeweils zwei Toren in Front. Doch der HSV war jetzt besser im Spiel und konterte den frechen VfL-Vorstoß. Der starke Ex-VfLer Kentin Mahé war es der seine neue Mannschaft in der 40. Minute erstmals mit 21:19 in Führung brachte.

Der VfL musste jetzt kämpfen um dran zu bleiben und dem Team von Emir Kurtagic gelang das auch. Bis zur 45. Minute konnte man das Spiel immer wieder ausgleichen. Doch dann zog der HSV dank der stärkeren Alternativen wie Adrian Pfahl, der nach Ellenbogenverletzung erstmals wieder spielte, plötzlich deutlich davon. Mit 27:24 führte Hamburg zehn Minuten vor Schluss, aber der VfL gab sich nicht auf und kämpfte sich innerhalb der folgenden vier Minuten wieder bis auf ein Tor heran (28:27 – 54. Minute).

Das intensive Spiel hatte den VfL erneut viel Kraft gekostet und so gewann der Favorit das Spiel in den letzten fünf Minuten. Hamburg war mit der wesentlich breiteren Bank jetzt klar im Vorteil und so kassierte der VfL in den letzten Minuten einen 6:2-Lauf gegen sich und verlor das vierte Spiel in Folge.

Jetzt wartet eine 11-tägige Pause auf die Mannschaft, die dringend benötigt wird, um sich von den hohen Belastungen der letzten 19 Tage zu erholen und sich auf die kommenden Aufgaben neu einzustellen. Denn nicht nur die Fans fordern eine Leistungssteigerung in der neuen heimischen Arena. Gegen Wetzlar und Eisenach kann der VfL zuhause nicht nur in der Tabelle viel Boden gut machen.

Statistik: 

Tore VfL Gummersbach: Putics (6), Santos (6/2), Gaubatz (5), Bult, Larsson, Kopco, Schröder, von Gruchhalla (je 2), Larsson, Schröter (je 1)

Tore HSV Hamburg: Lindberg (8/3), Duvnjak, Mahé (je 7), Toft Hansen (4), Canellas, Lackovic, Pfahl (je 2), Dominikovic, Markovic (je 1)

Zuschauer: 6490

Zeitstrafen: 6/4 Minuten

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