26:33-Niederlage gegen Lübbecke

Nach der starken Auswärtsleistung in Kiel konnte der VfL Gummersbach in der heimischen SCHWALBE arena erneut nicht überzeugen und verliert am Ende verdient mit 26:33 (14:15) gegen den TuS N-Lübbecke. Die Gäste schafften hingegen den Befreiungsschlag nach zwei Niederlagen in Folge.

Nach einem anfänglich ausgeglichenen Spiel, vielen technischen Fehlern und Unsicherheiten auf beiden Seiten verlor der VfL ab der 10. Minute die Kontrolle über sein Spiel. Mark Bult der bis dahin der erfolgreichste Torschütze war und vier Tore in acht Minuten erzielt hatte, scheiterte in der besagten 10. Minute am Siebenmeterpunkt.

Die Auszeit von Trainer Emir Kurtagic und die Auswechselung von Torhüter Carsten Lichtlein brachten nicht den gewünschten Effekt. Der TuS N-Lübbecke zog fortan mit drei Toren in Folge davon und konnte die Führung in der Folgezeit halten. Die Einwechslung von Jörg Lützelberger in der 17. Minute, der unter tosendem Applaus und einem herzlichen Empfang der VfL Fans sein Debüt in der SCHWALBE arena feiern konnte, gab einer bis dahin fehlerhaften Deckung die nötige Stabilität. 

Die Abwehr konnte sich endlich besser präsentieren und stand zunehmend kompakter. VfL-Keeper Borko Ristovski brachte mit einem gehaltenen Siebenmeter in der 23. Minute und einer darauf folgenden Parade seine Mannschaft wieder ins Spiel. Drei Tore in Folge von Barna Putics führte den VfL mit zu einer nur noch knappen 14:15-Rückstand zu Halbzeit. Die 3216 Zuschauer waren zu diesem Zeitpunkt voller Hoffnung auf die endgültige Trendwende nach der Pause. Diese Hoffnung wurde nicht erfüllt.

Von Wiederbeginn an kam der VfL in der zweiten Halbzeit nicht ins Spiel. In harmlosen Gummersbacher Offensive stand in dieser Phase ein wie entfesselt spielender Gast aus Ostwestfalen entgegen. Der Ex-Gummersbacher Drago Vukovic führte sein Team auf der Mitte n dieser Phase bis zu einer verdienten Sieben-Tore-Führung (19:29, 47. Spielminute).

Das Spiel schien gelaufen, doch dann brachte VfL-Trainer Emir Kurtagic den jungen Nemanja Mladenovic für den erfolglosen Fredrik Larsson auf die Mitte und plötzlich kam der VfL nochmal. Von der 47. bis 53. Minute traf „Nemo“ fünfmal und der totgesagte VfL war plötzlich wieder im Spiel. Da war sie dann wieder, die Hoffnung auf die endgültige Trendwende in Gummersbach. Bis auf 26:28, sieben Minuten vor Schluss kam der VfL mit der aufgewachten SCHWALBE arena im Rücken wieder heran.

Doch diese Aufholjagd kam zu spät, denn Lübbecke konterte den Elan der Hausherren kurz vor Schluss endscheidend. Letztendlich war es Frank Loke der seine Mannschaft mit zwei Toren in Folge auf die Siegerstraße brachte. Mit 26:33 verliert der VfL Gummersbach das zweite Heimspiel in Folge.

Der VfL baut jetzt auf seine Auswärtsstärke. Am Mittwoch in Hamburg wird der VfL wieder befreiter aufspielen können, denn der Knoten in der neuen Arena will einfach nicht platzten.

Dirk Beuchler (Trainer TuS N-Lübbecke): „Ich bin natürlich zufrieden. Die englischen Wochen zerren an der Mannschaft und die letzten beiden Begegnungen waren nicht so schön anzusehen. Meine Mannschaft ist sehr gut ins Spiel gekommen. Wir haben einen kühlen Kopf bewahrt und uns als Team präsentiert. Meine Führungsspieler haben sich vorbildlich verhalten.“

Emir Kurtagic (Trainer VfL Gummersbach): „Das was der Tus N-Lübbecke umgesetzt hat, haben wir nicht geschafft. Wir hatten Unsicherheiten in der Abwehr und haben naiv Zweikämpfe verloren. Bei allen drei Heimspielen haben wir die gleichen Fehler gemacht. Keine Aggressivität, kleine Cleverness und einfache Fehler die den Gegner haben wegziehen lassen. Nach Hamburg haben wir eine Pause um einiges aufzuarbeiten.“

Frank Flatten (Geschäftsführer VfL Gummersbach): „Ich muss mich bei allen Fans entschuldigen, wir haben es heute einfach nicht geschafft die Leistung abzurufen die nötige gewesen wäre Lübbecke zu schlagen. Aber ich stelle mich in dieser Situation klar vor den Mannschaft und den Trainer.“

Tore VfL Gummersbach: Bult (7/2), Putics (5), Mladenovic (5), von Gruchalla (5/1), Schröder (3), Santos (1)

Zeitstrafen: 12:6 Minuten (Mark Bult (2), J. Larsson, Schröder, Kopco, Putics – Loke (2), Vukovic)

Zur Übersicht Zum Archiv