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25:25! Punktgewinn in Magdeburg

Der VfL Gummersbach hat am 31. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga überraschend einen Punkt beim Tabellensiebten in Magdeburg errungen. Ohne VfL-Toptorschütze Raul Santos dominierte der VfL die erste Halbzeit und hätte das Spiel auch gewinnen können. In buchstäblich letzter Sekunde rettete der Magdeburger Yves Grafenhorst seine Mannschaft mit dem 25:25 kurz vor Schluss einen Punkt. Trotz des verpassten Siegs ist der Punktgewinn beim SCM ein großer Erfolg für das Team von Emir Kurtagic. Erfolgreichster Gummersbacher Torschütze des 25:25 (10:13) war Barna Putics mit neun Toren.

Selbstbewusst startete der VfL in die Partie. Nach einem Tor von Joakim Larsson und einem Doppelpack von Barna Putics führte der VfL in der sechsten Minute mit 3:0. Wie gegen Minden schien man die Anfangsphase für eine deutliche Führung zu nutzen. Doch Magdeburg kam anders als GWD vor einer Woche bis zur 17. Spielminute zurück ins Spiel. Denn Linksaußen Matthias Musche glich zum 6:6 aus. Zuvor konnte unter anderem Mark Bult einen Siebenmeter nicht verwandeln.

Doch Bult und sein VfL zeigten sich vom Ausgleich unbeeindruckt und zocken weiter ihr Spiel durch. Mit einem erneut bärenstarken Carsten Lichtlein im Tor gelang es Gummersbach, innerhalb von zehn Minuten erstmals die Führung auf vier Tore zu erhöhen. Diesmal traf Bult auf dem Feld zum 12:8 nach 27 Minuten. Kurz vor der Pause verkürzte Robert Weber die VfL-Führung um ein Tor, doch Gummersbach ging mit einer 13:10-Führung in die Kabine. 

Aber das Spiel blieb auch in der zweiten Halbzeit offen. Diesmal waren es wieder die Gastgeber, die einen Lauf zu erneuten Aufholjagd nutzen konnten. Es dauerte nur knapp sieben Minuten und der SCM war wieder dran. Und in der 41. Spielminute brachte Robert Weber mit einem seiner insgesamt sieben verwandelten Strafwürfe Magdeburg das erste Mal in Führung. VfL-Trainer Emir Kurtagic nahm eine Auszeit.

Zwar konnte daraufhin Andreas Schröder für den VfL ausgleichen, doch der SCM war in dieser Phase die bestimmende Mannschaft und ging erneut durch Robert Weber in Führung. Erst nach zwei Paraden von Carsten Lichtlein und einem Doppelschlag von VfL-Kapitän Christoph Schindler drehte sich das Spiel wieder, zu Gunsten der Oberberger. Sieben Minuten waren zu diesem Zeitpunkt noch zu spielen und als Barna Putics zwei Minuten später die Gummersbacher Führung noch auf 23:21 ausbauen konnte, standen die Zeichen auf Auswärtssieg.

Doch das Spiel sollte sich in den Schlusssekunden ein letztes Mal drehen. Knapp eine Minute vor Schluss gelang es dem heute glücklosen Florian von Gruchalla nicht, das Spiel zu entscheiden. Stattdessen glich Magdeburg im Gegenzug wieder aus. Als Barna Putics den VfL daraufhin mit 25:24 wieder in Führung brachte, gelang eine Sekunde vor dem Ende Yves Grafenhost der erneute Ausgleich.

25:25 stand am Ende auf der Anzeigentafel und der VfL gab einen Punkt in buchstäblich letzter Sekunde noch ab. Dieser Punkt reicht aber noch nicht, um den Klassenerhalt bereits drei Spieltage vor der Ende gesichert zu haben. Denn Balingen teilte sich mit Göppingen ebenfalls nach einem 25:25 die Punkte. Der VfL hat damit weiterhin sechs Punkte Vorsprung aber kann rechnerisch noch von Balingen überholt werden. Dafür müsste der VfL die drei letzten Spiele gegen Göppingen, Hannover und die Rhein-Neckar Löwen verlieren und Balingen alle drei Spiele gegen Minden, Flensburg und Lemgo gewinnen. 

Die Highlights des Spiels:

Stimme nach dem Spiel:

Emir Kurtagic (Trainer VfL Gummersbach): „Gratulation an meine Jungs die es geschafft haben sich hier von Beginn an so zu präsentieren wie wir es die letzten Wochen gesehen haben. Sie haben von Anfang an keine Angst gezeigt vor der vollen Halle und dem Gegner. In der ersten Halbzeit ist für uns alles optimal gelaufen, besonders Carsten Lichtlein im Tor und die Abwehr waren super. Aber auch in der Offensive haben wir uns gute Situationen erspielt. Nach der Pause war es zu befürchten, dass Magdeburg nicht einfach so aufgeben wird. Sie haben viel Tempo gemacht und sehr schnell Tore erzielt. In der Mitte der zweiten Halbzeit war der Knackpunkt des Spiels, als der SCM mit zwei Toren in Führung gehen konnte. Wir haben in dieser Phase zu sehr mit den Schiedsrichtern gehadert als uns auf das Spiel zu konzentrieren. Trotzdem muss ich der Mannschaft dann ein Kompliment machen, dass sie wieder zurück gefunden hat und am Ende ein wenig unglücklich den Sieg doch noch abzugeben.“ 

Die Pressekonferenz im Video des SC Magdeburg TVs.

Statistik:

Tore SC Magdeburg: Weber (10/7), Kneer (4), Rojewski (3), Bezjak (3), Musche (2), Grafenhorst (2), Haaß (1)

Tore VfL Gummersbach: Putics (9/2), Bult (5), Schindler (5), J. Larsson (2), Schröder (2), Kopco (1), Lützerlberger (1)

Zeitstrafen: 6/6 Minuten

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