24:27 – VfL verliert auch in Minden

Der VfL Gummersbach hat es verpasst sich mit einem Erfolg beim GWD Minden von der Abstiegszone abzusetzen. Mit 24:27 (13:13) musste sich der VfL nach einem harten Duell in Minden geschlagen geben.

Sonntag, 10. November 2013, 17:15 Uhr

GWD Minden – VfL Gummersbach 27:24 (13:13)

Kampa-Halle Minden Schiedsrichter: Martin Harms und Jörg Mahlich

Nach drei Tagen Vorbereitungs-Trainingslager in Moers reiste der VfL Gummersbach direkt von dort in das 215 Kilometer entfernte Minden. Mit an Board auch der seit dem sechsten Spieltag verletzte Mark Bult, der unter der Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen war.

Der Start in die Partie ging nach vier Spielminuten so weiter, wie der VfL das Spiel gegen Berlin aufgehört hatte. Minden konnte die Gummersbacher Verunsicherung zum schnellen 2:0 nutzen. Aber der VfL kam direkt zurück und glich drei Minuten später wieder aus. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Für beide Mannschaften hing vom Ausgang des Duells viel ab und so kämpften auch beide Teams um jeden Ball. Aber absetzten konnte sich vorerst keine der Mannschaften.

Der VfL Gummersbach ging dann in der 24. Minute erstmals selbst mit 10:9 in Führung, jetzt war es Minden die ausgleichen und vor der Pause wieder mit zwei Toren in Führung gehen konnten. Minden hatte sogar die Chance knapp zwei Minuten vor der Pause auf drei Tore zu erhöhen, doch der VfL kämpfte sich mit Carsten Lichtlein im Tor und zwei schnellen Treffern durch Barna Putics und Mark Bult zurück und glich noch vor der Pause wieder zum 13:13 aus. Ausgerechnet Bult traf mit seinem ersten Tor nach der seiner langen Verletzungspause zum wichtigen Ausgleich zur Pause.

Ein Mann machte es dem VfL aber auch nach Wiederbeginn schwer, richtig ins Spiel zu finden. GWD-Spieler Nenad Bilbija erwischte einen richtigen guten Tag und brachte sein Team kurz nach der Pause mit einem Doppelschlag wieder in Front. Gummersbach musste richtig dagegen halten, um jetzt den Faden nicht zu verlieren.

Das Team von Emir Kurtagic war nach der derben Niederlage gegen Berlin auf Wiedergutmachung aus und der Mannschaft gelang das auch phasenweise. Gerade Barna Putics übernahm immer wieder die Verantwortung und brachte den VfL mit seinem siebten Treffer in der 40. Minute wieder mit 18:17 in Führung. Die Zuschauer in der Kampa-Halle sahen Abstiegskampf pur. Aljoscha Schmidt musste in der 46. Minute mit einer roten Karte die Platte verlassen. Doch das schien eher den Gastgebern Auftrieb zu verschaffen.

Wieder ging Minden mit zwei Toren in Führung und erneut war Gummersbach zehn Minuten vor dem Ende gefordert, den Anschluss nicht zu verpassen. Als dann Jens Vortmann den Siebenmeter von Baran Putics entschärfen konnte und Minden erstmals neun Minuten vor Schluss durch Dalibor Doder mit drei Toren in Führung ging, schien der VfL auf die Verliererstraße einzubiegen.

Doch als auch Borko Ristovski einen wichtigen Siebenmeter halten konnte, schien sich das Blatt wieder zu wenden. Mark Bult und Raul Santos verkürzten bis auf 23:24 – knapp drei Minuten waren zu diesem Zeitpunkt noch zu spielen. Es keimte nochmals Hoffnung auf. Doch diese machte Nenad Bilbija mit seinem neunten Treffer zu Nichte. Sein 25:23 kurz vor Schluss war die Vorentscheidung.

Der VfL Gummersbach verliert somit auch das ganz wichtige Auswärtsspiel in Minden mit 24:27, bleibt im fünften Spiel in Folge sieglos und hat jetzt nur noch zwei Punkte Abstand auf Minden und den ersten Abstiegsplatz.

Tore GWD Minden: Bilbija (9), Doder (4), Rambo (4), Tesch (3), Schmidt (3), Svitlica (3), Steinert (1)

Tore VfL Gummersbach: Putics (8/2), Santos (7/2), von Gruchalla (4), Bult (2), Kopco (2), Gaubatz (1)

Strafen: 12/10 Strafminuten, Rote Karten: Aljoscha Schmidt (46. Minute), Aleksandar Svitlica (60. Minute)

Frank Flatten (Geschäftsführer VfL Gummersbach): „Mich ärgert es maßlos, dass wir hier ohne Punkte nach Hause müssen. Hier war heute definitiv mehr drin. Ich kann der Mannschaft von der kämpferischen Einstellung keinen Vorwurf machen. Doch in den entschiedenen Situationen haben wir einfach nicht voll durchgezogen und somit heute hier verloren.“

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