HSG Wetzlar - VfL Gummersbach

22:27-Niederlage beim DHB-Pokalsieger

Der VfL Gummersbach konnte in der Hauptstadt nur in den ersten 25 Minuten gut mithalten. In der Folgezeit setzte sich immer mehr der Favorit und Gastgeber durch. Vor 8314 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle war Florian von Gruchalla mit sieben Treffern erfolgreichster VfL-Torschütze und auf Berliner Seite trafen Konstantin Igropulo und Jesper Nielsen fünfmal. Der VfL bleibt mit dieser Niederlage auf dem 14. Tabellenplatz.

Der VfL startete mutig und festentschlossen, in Berlin etwas Zählbares mitzunehmen. Gerade der in den letzten Spielen kritisierte Rückraum zeigte sich zu Beginn treffsicher. Christoph Schindler und Andreas Schröder brachten den VfL in der vierten Minute mit 3:1 in Führung. Berlin präsentierte sich nach dem DHB-Pokalsieg in dieser Phase schwach. Sogar klare Chancen nach Tempogegenstößen blieben vorerst ungenutzt.

Nach zehn Minuten kamen die Füchse besser ins Spiel. Angetrieben von Mattias Zachrisson, der die erste Führung der Berliner in der 14. Minute warf, agierte der Favorit jetzt eingespielt und sicherer. Bis zur 20. Spielminute bauten sie jetzt die Führung bis auf drei Tore aus. Auch weil Gummersbach in dieser Phase rund fünf Minuten kein Tor mehr gelang.

Doch noch vor der Pause hatte der VfL die Gelegenheit zurück ins Spiel zu finden. Nachdem der starke Florian von Gruchalla den Anschluss wiederherstellte und Carsten Lichtlein einen Wurf von Iker Romero hielt, bekam der VfL-Angriff die Chance zum 12:12-Ausgleich. Doch Berlin konterte mit zwei schnellen Toren und zog bis zur Pause auf 16:11 davon.

Nach dem Wechsel war es ein gehaltener Siebenmeter von Carsten Lichtlein, der die Gummersbacher hätte aufwecken können. Doch im Gegenzug folgte einer von vielen vermeidbaren technischen Fehlern an diesem Abend: Schrittfehler von Christoph Schindler und der VfL lief weiter der deutlichen Berliner-Führung hinterher. Als Mark Bult an alter Wirkungsstätte, 15 Minuten vor Schluss, den nächsten Ball im Angriff nach einem Stürmerfoul verlor, baute Berlin die Führung bis auf 23:15 aus. Die Vorentscheidung.

Für die Füchse-Fans unter 8.340 Zuschauer in der Berliner Max-Schmeling-Halle war es jetzt ein Feiertag in mehrfacher Hinsicht. Auf der Platte ließen die Füchse auch in der Schlussphase gegen den VfL nichts mehr zu und neben der Platte stand der unlängst errungene DHB-Pokal. Der Ostersonntag wurde für die Gummersbacher aber nicht zu einem Debakel. Andreas Schröder verkürzte kurz vor dem Ende noch einmal mit zwei Gegenstößen. Doch nach 60 Minuten reichte es nur noch zu ein wenig Ergebniskosmetik.

Mit 22:27 verliert der VfL Gummersbach bei den Füchsen in Berlin und steht weiterhin auf dem 14. Tabellenplatz. Doch der Vorsprung auf Balingen ist auf vier Punkte geschmolzen. Der HBW konnte bereits gestern das Team aus Eisenach mit 29:22 in heimischer Halle schlagen. Am kommenden Sonntag hat der VfL Gummersbach aber die Chance, mit einem Erfolg in der SCHWALBE arena gegen GWD Minden einen großen Schritt in Richtung endgültigem Klassenerhalt zu machen.

Statistik: 

Tore Füchse Berlin: Nielsen (5), Igropulo (5/1), Richwien (3), Zachrisson (3), Drux (2), Romero Fernández (2), Jaszka (2), Löffler (2), Wiede (2), Thümmler (1)

Tore VfL Gummersbach: von Gruchalla (7), Putics (6/4), Schröder (5), Bult (2), Larsson (1), Schindler (1) 

Schiedsrichter: Hanspeter Brodbeck/Simon Reich

Zuschauer: 8.314 

Zeitstrafen: 4/2 Minuten 

 Spielbericht:

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